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Fußball-Oberliga : „Es ist Zeit für eine neue Aufgabe“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Trainer Fischer hört in Pinneberg zum Saisonende auf.

Der Gedanke reifte schon länger in ihm. „Es ist ganz sicher keine Ad-hoc-Entscheidung und es gibt auch keinen speziellen Grund“, erklärt Michael Fischer seinen Schritt. Der Erfolgscoach des Fußball-Oberligisten VfL Pinneberg hört am Ende der aktuellen Saison, die gerade einmal zwei Wochen jung ist, an der Fahltsweide auf.

„Im Sommer 2016 ist Schluss für mich“, sagt der 47-Jährige mit ernster Stimme – dann hat Fischer das Dutzend voll, war insgesamt zwölf Jahre Trainer beim Traditionsklub aus der Kreisstadt. Das Ende einer Ära.

Schon in der vergangenen Saison beschäftigte sich Fischer mit einem Tapetenwechsel. „Es gab Angebote von anderen Klubs, aus der Bezirks-, Landes- und auch Oberliga“, gibt der gebürtig Neumünsteraner zu, „aber nach so einer langen Zeit beim VfL musste ich mir das alles sehr lange durch den Kopf gehen lassen.“

Jetzt aber steht fest: Der VfL Pinneberg wird in die Saison 2016/17 mit einem neuen Trainer gehen müssen. Am Montagabend informierte Fischer den Fußballvorstand des Pinneberger Klubs um Manfred Kirsch und Konrad Kosmalla über seine Rücktrittspläne, am Dienstagabend, nach dem 9:0-Sieg über die SV Lieth im Oddset-Pokal, stellte Fischer sich dann vor seine Mannschaft und informierte sie über seine Zukunftsgedanken. „Ich kann mir einen VfL Pinneberg gar nicht ohne die Person Michael Fischer vorstellen“, reagierte Mittelfeldspieler Benjamin Brameier geschockt ob der Nachricht, mit der er und seine Teamkollegen sich da konfrontiert sahen.

Im Vorstand des VfL zeigte man sich ebenfalls wenig erfreut über Fischers Ansage, zumal die Saison gerade begonnen hat und man mit dem Coach gern erneut verlängert hätte. „Aber ich habe diesen Zeitpunkt bewusst gewählt, wollte, dass der Verein genügend Zeit hat, um die Weichen für die Zukunft zu stellen und einen Nachfolger für mich suchen zu können“, erklärt Fischer und ergänzt: „Es ist keine Entscheidung gegen den VfL. Es ist vielmehr ein Gefühl, eine Entscheidung für etwas Neues. Nach zwölf Jahren Pinneberg brauche ich einfach eine neue Aufgabe.“

Konkrete Angebote anderer Klubs, so betont Fischer, gebe es derzeit aber noch nicht. „Ich werde jetzt sicher nichts überstürzen und mir Zeit lassen“ – so wie bei seiner Entscheidung, dem VfL nach zwölf Jahren den Rücken zu kehren. 

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erstellt am 13.Aug.2015 | 10:00 Uhr

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