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Leichtathletik-Landesmeisterschaften : Erster Start im neuen Trikot

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Nach dem Abschied von der LG Elmshorn steht Ariane Ballner vor ihrem Debüt für den SC Rönnau 74

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Man hat sich bei der Leichtathletik-Gemeinschaft Elmshorn an Medaillen über 800 und/oder 1500 Meter gewöhnt. Ariane Ballner hat sie in der jüngeren Vergangenheit geholt: Bronze 2014 und 2015 über 1500 Meter, Silber 2013 in der Altersklasse U20 über 800 Meter sowie Gold über 1500 Meter 2013 in der U18 und vergangenes Jahr in der U20. Die 19 Jahre alte Elmshornerin ist auch an diesem Wochenende in der Hamburger Leichtathletikhalle die Favoritin auf den obersten Platz des Podiums, wenn dort die Landestitel über vier Runden am Sonntag und siebeneinhalb Runden am Sonnabend vergeben werden. Sollte sie erfolgreich sein, tauchen die Medaillen aber nicht in der Vereinsstatistik der LGE auf, sondern in der des SC Rönnau 74. Ballner hat ihre sportliche Wiege mit dem Jahreswechsel in Richtung des Klubs aus dem Kreis Segeberg verlassen.

„Eigentlich hat sich echt nicht viel verändert“, sagt Ballner über ihren Wechsel. Sie trainiere weiterhin hauptsächlich in Elmshorn und dort wie bisher nach den Plänen von Landestrainer Ralf Lederer aus Wedel. Manchmal fährt sie zu Lederer nach Wedel. Außerdem treffe sie sich ab und an auch mit anderen Athleten des SC Rönnau in Hamburg.

In Elmshorn treffe sie weiterhin ihre ehemaligen Vereinskameraden auf der Bahn. „Mit denen verstehe ich mich auch weiterhin gut“, erzählt Ballner, nur mit der LGE-Führung habe es ein paar Differenzen gegeben. Auf diese mag die angehende Abiturientin, die in zwei Monaten die erste Abschlussklausur schreibt, aber nicht näher eingehen. Viel lieber hebt sie eine neue sportliche Herausforderung hervor, die sie mit dem Segeberger Verein im Sommer angehen will. „In Rönnau gibt es eine 3-x-800-Meter Staffel und ich glaube, wir haben gute Chancen, eine Medaille bei den Deutschen Meisterschaften zu holen“, sagte sie zu diesem Aspekt. In Elmshorn war sie zuletzt die einzige Läuferin auf dieser Strecke.

Im Rahmen der Landesmeisterschaften am Wochenende kommt Ballners größte Konkurrenz über 800 Meter zum einen aus ihrem neuen Verein in Person von Johanna Christine Schulz und zum anderen vom TuS Esingen mit Alina Ammann. Die zwei Jahre jüngere Tornescherin war bis 2012 auch bei der LGE aktiv.

Ballner und Ammann sind nur zwei von mehreren Beispielen dafür, dass in den vergangenen Jahren mehrere hoffnungsvolle Athleten die Start- und Trainingsgemeinschaft aus EMTV und FTSV Fortuna verlassen haben. Pia Kock, vor einer Woche U  20-Landesmeisterin im Stabhochsprung schloss sich vor zwei Jahren der Kaltenkirchener TS an. Die Brüder Tobias und Chris Alexander Jordan hatten sich wie auch eine Aisha Sitoe im Zuge von Ammanns Weggang ebenfalls dem TuS Esingen angeschlossen. Alisa Rohlfing (W15) sieht seit diesem Jahr ihre Mehrkampf-Zukunft mehr beim TSV Uetersen als in dem Verein, in dem ihre Mutter Monika bis vor kurzem noch als Schülerwartin und -trainerin tätig war.

LGE-Sprecherin Anke-Suzan Behrmann bedauert die Wechsel zwar, kann sie aber größtenteils nachvollziehen. Böses Blut zwischen den Clubs gebe es nicht. „Mit dem TSV Uetersen haben wir ein freundschaftliches Verhältnis und unterstützen uns gegenseitig bei der Ausrichtung von Kreismeisterschaften“, sagte sie. Noch nicht schließen konnte die LGE hingegen die Lücke im Übungsleiterbereich. „Aktuell suchen wir Trainer für unsere Kinder und Jugendlichen“, so Behrmann. Vorübergehend hilft dort Burkhard Lauer aus.

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