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FTSV Fortuna Elmshorn : Erst geehrt, dann gewählt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

FTSV Fortuna ernennt Ehrenmitglied Gerhard Liedtke zum stellvertretenden Vorsitzenden. Diskussion um Wilhelmstraße.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2015 | 16:00 Uhr

Rund 365  000 Euro hat der FTSV Fortuna Elmshorn im Jahr 2013 an Mitgliedsbeiträgen erhalten. Zwei Jahre und eine Beitragserhöhung um im Schnitt einen Euro pro Mitglied monatlich später geht der Vorstand von Einnahmen im Bereich 360  000 Euro auf dieser Position aus. Diese Zahlen präsentierte der neu gewählte und kurz zuvor zum Ehrenmitglied ernannte Vizepräsiden Finanzen, Gerhard Liedtke, während der Delegiertenversammlung Freitag am Ramskamp. Das zeigt: Im Jubiläumsjahr, der Verein feiert in zwei Monaten seinen 125. Geburtstag, ist das Geld weiterhin knapp. Liedtke rechnet in seinem Etat sogar mit einem leichten Minus.

„Die Situation des Sports ist schwieriger geworden“, hatte der Vereinsvorsitzende Frank Meyer bereits in der Zusammenfassung seines schriftlich vorgelegten Jahresberichts gesagt. Kommerzielle und andere Konkurrenten kosteten Mitglieder. Zum Thema Ganztagsschule flüchtete Meyer sich in Galgenhumor. Dass der Verein nachmittags keine Zeiten mehr in den städtischen Hallen bekomme, störe ihn inzwischen nicht mehr: „Die Kinder sind ja eh nicht da.“ Dabei hatte Stadtrat Dirk Moritz in seinem Grußwort noch die Hoffnung auf steigende Mitgliederzahlen im Zuge der Ganztagsschule geäußert.

Für die Politik hatte Silke Pahl (Die Grünen) in ihrem Grußwort namens aller im Stadtverordnetenkollegium vertretenen Parteien die Arbeit des FTSV Fortuna ausdrücklich gelobt. „Es zeigt, wie wichtig und unverzichtbar dieser Verein für die Gesellschaft geworden ist“, sagte sie und verwies auf dessen soziale und integrative Arbeit. Diese werde die Stadt weiter unterstützen.

Einsparungspotenzial hat Frank Meyer bei den Sportstätten ausgemacht, genauer bei den Fußballplätzen an der Wilhelmstraße, deren Kosten mit rund 40  000 Euro angesetzt sind. Bei aktuell 490 Fußballern müssten die über sein, so Meyer. Er kündigte an, darüber mit dem Präsidenten des FC Elmshorn, Michael Homburg, reden zu wollen.

Kein Geld verpulvern

Unterstützung bekam Meyer von Heiner Pape, früherer Fußballchef bei Fortuna Langelohe (vor der Fusion mit der FTSV). Er sagte: „Ich habe einfach kein Verständnis dafür, dass dort Gelder verpulvert werden.“ Auch der Ehrenrat des FCE hatte nach Worten von Gerhard Decken bereits einen ähnlich gearteten Antrag an das FC-Präsidium vorbereitet. Dieser war aber vor einem Monat bei der Jahreshauptversammlung der Fußballer dann doch nicht zur Abstimmung gebracht worden.

FCE-Boss Michael Homburg bekam von dieser Diskussion nichts mit. Er spielte zur gleichen Zeit noch mit seiner Seniorenmannschaft auf dem Rasenplatz vorm Sportzentrum. Doch Homburg dürfte nicht der einzige sein, der in dieser Frage noch Redebedarf hat. Neben den Fußballern ist an der Wilhelmstraße auch die Tennisabteilung des FTSV Fortuna mit fünf Plätzen beheimatet.

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