Endlich wieder Derbys in der Bezirksliga West

Stefan Bendix (links) und Mario Steinhauer trainieren mit „ihren“ B-Mädchen vom SSV Rantzau für das Spiel gegen den Düneberger SV am 16. April.
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Stefan Bendix (links) und Mario Steinhauer trainieren mit „ihren“ B-Mädchen vom SSV Rantzau für das Spiel gegen den Düneberger SV am 16. April.

Fußball: Frauen des FC Elmshorn und des SSV Rantzau vor dem Start in die neue Saison

shz.de von
25. August 2018, 16:00 Uhr

Eigentlich hat Michael Homburg (Foto) mit dem Vorsitz des FC Elmshorn eine ausgefüllte Freizeit. Und eigentlich wollte er auch in dieser Saison keine Mannschaft trainieren. Eigentlich, denn bei den Frauen des Clubs heißt es vor dem Start in die neue Saison: Hier richtet es der Chef selbst. Soll heißen: Nach einer trainerlosen Zeit, in der Betreuer Mathias Wittorf die Rückrunde 2017/18 in einer Doppelfunktion ausübte, bereitet Michael Homburg die „Chicks“, wie sie sich selbst nennen, auf ihre siebte Saison in der Bezirksliga West vor, nachdem vor der Sommerpause durchaus ein möglicher Rückzug zur Diskussion gestanden hatte. „Als ich beim Spiel um den Klassenerhalt aber die Emotionen gesehen habe war klar: Das kann nicht das Ende des Weges sein“, sagte Homburg.

Hatte er sich anfangs von seinem Vizepräsidenten und Freund Wittorf zum neuen Amt überreden lassen müssen, so ist aus der „Vernunftsentscheidung“ längst eine mit Herz und Hand geworden. „Das macht richtig Spaß“, stellte er erfreut fest. „Die Mädels sind mit Lust und Begeisterung dabei.“

So auch am vergangenen Wochenende bei einem Trainingslager in Flensburg, wo der FCE gegen Ellerby 5:4 gewann und sich als Teambuilding-Maßnahme auch noch im Standup-Paddling auf der Förde übte.

Der feste Kader umfasst mittlerweile 23 Spielerinnen. Der Stamm der vergangenen Spielzeit konnte gehalten werden. Drei externe Neuzugänge und einige aus den B-Mädchen hoch gerückte Kickerinnen sorgten dafür, dass die Anspannung aus den Gesichtern der Verantwortlichen wich. „Nun hoffen wir auf eine entspannte Saison“, sagte Homburg. Mit einem klaren Ziel: Man möchte mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben.

Von Null auf 100 in einer Spielzeit: Vor einem Jahr nach längerer Pause erst wieder in den Spielbetrieb eingestiegen, sind die Frauen des SSV Rantzau nun als Aufsteiger aus der Kreisliga in der Bezirksliga West gefordert. 13 Siege bei nur einer Niederlage aus 14 Begegnungen und ein Torverhältnis von 76:12 sind keine ganz schlechte Visitenkarte für den Auftakt am Sonntag auswärts bei Landesliga-Absteiger Niendorfer TSV (11.15 Uhr, Bondenwald).

Sorgen gab’s trotzdem. „Wir standen kurz vor der Auflösung“, sagte Mario Steinhauer (Foto), der das Team zusammen mit Stefan Bendixen betreut. Die Gründe waren laut Steinhauer vielfältig: Abitur, Auslandsaufenthalte und Studium waren die gängigsten. „Das sind viele Faktoren, aber auch im Herrenbereich haben viele Vereine mit diesen Problemen zu kämpfen“, sagte er.

Die Gefahr ist abgewendet, auch dank der Reaktivierung ehemaliger Spielerinnen und einiger Neuzugänge aus der aufgelösten B-Mächen-Mannschaft des 1. FC Quickborn. Da sich diese Personalien erst Anfang Juli geklärt hatten, war die Vorbereitung vergleichsweise kurz. Sie dauerte nur drei Wochen und wurde mit einem 4:4 im Test gegen den Landesligisten TuS Appen abgeschlossen. Das macht Mut. Steinhauer peilt als Aufsteiger einen Platz unter den ersten drei an. „Man muss sich Ziele setzen. Was sollen wir auf Understatement machen?“, gab er die eindeutige Marschrichtung vor.

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