Hallenfussball : Endlich der erste Heimsieg?

In Wedel triumphierten die Uetersener Hallenkicker, klappt es jetzt endlich auch mit einem Sieg an der heimischen Seminarstraße?
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In Wedel triumphierten die Uetersener Hallenkicker, klappt es jetzt endlich auch mit einem Sieg an der heimischen Seminarstraße?

TSV Uetersen will beim Hallenturnier um den 3. Rosen-Cup vor eigenem Publikum siegen und dennoch ein guter Gastgeber sein.

shz.de von
08. Januar 2015, 16:00 Uhr

Pinneberg | Die Landesliga-Fußballer des TSV Uetersen sind bei ihrem Hallenturnier um den Rosen-Cup bekanntlich gute Gastgeber.

Aber sind sie zu gute Gastgeber? Schließlich ließen sie seit es das Turnier gibt, immer andere Teams in der Halle des Ludwig-Meyn-Gymnasiums (Seminarstraße) triumphieren. Seit die Veranstaltung 1998 (damals noch als Riewesell-Cup) ins Leben gerufen wurde (seit 2013 Rosen-Cup), konnte die Heimmannschaft nie vor eigenem Publikum siegen. Lediglich das Team des Turniernamensgebers Heiko Riewesell (Malermeister aus Uetersen) mit einigen Uetersener Ligaspielern konnte 2004 und 2005 gewinnen.

„Das soll sich natürlich ändern“, sagt der ehemalige Erste Vorsitzende der Abteilung Fußball und Mitorganisator Bernd Enderle und erklärt: „Im vergangenen Jahr habe ich dem Sieger TSV Buchholz noch vor dem Turnier zugeflüstert, dass er es verdient hätte, mal bei uns zu gewinnen. In diesem Jahr werde ich dasselbe unserer eigenen Mannschaft zuflüstern“, scherzt er.

Der TSV ist dran – und die Chancen für den lang ersehnten ersten Heimsieg beim Hauptturnier am Sonnabend (10. Januar, 13 Uhr) stehen nicht so schlecht. „Das Turnier in Wedel konnten wir gewinnen, beim Bert Meyer-Cup in Pinneberg sind wir Vierter geworden, wir haben eine gute Truppe“, weiß Enderle.

Von Vorteil sei es auch, so Enderle weiter, dass der TSV „Losglück“ hatte: „Unsere Gruppe A ist wohl die einfachere.“ Vermeintlich, aber auch die Landesligisten Blau-Weiß 96 Schenefeld, den FC Elmshorn II und den Sieger von 2013, den Oberligisten SV Rugenbergen, muss man erst einmal schlagen. Da die Rugenbergener (ebenso wie der VfL Pinneberg) zeitgleich am Hallenmasters in Hamburg teilnehmen, werden sie ihren Kader auf beide Turnier aufteilen müssen. „Auch das ist sicher kein Nachteil für uns“, grinst Enderle.

In der Gruppe B spielen Titelverteidiger Buchholz 08 (Nordheide), der TuS Osdorf, der Wedeler TSV, der VfL Pinneberg und ein Allstar-Team um den Einzug ins Halbfinale. Die Idee zu einem Allstar-Team war Enderle bei der letztjährigen Auflage gekommen. „Ich stand mit vielen aktiven, befreundeten Fußballern nach dem Turnier noch lange in unserem Festzelt vor der Halle, das es auch in diesem Jahr wieder geben wird. Da waren Jungs dabei wie Antonio Ude und Thorben Krause vom TuS Osdorf oder Nils Matthiessen von HR II. Da haben wir gesagt, wir bilden ein Allstar-Team“, erklärt Enderle, der erneut mit einer vollen Halle rechnet: „Letztes Jahr waren bei unserem Vorturnier am Freitag sogar noch mehr Leute da, es waren knapp 400 Fußballfans in der Halle, wir hoffen, das Turnier wird diesmal wieder an beiden Tagen gut besucht“.

Das Vorturnier am Freitag (9. Januar, 18.30 Uhr) lebt vor allem vom Lokalkolorit, wenn zehn Teams aus der Region (sowohl Kreisklasse als auch Kreisliga) um die Teilnahme am Hauptturnier und 200 Euro Preisgeld spielen. „Als Favoriten sehe ich Union Tornesch, aber auch der Hetlinger MTV hat eine gute junge Truppe. Klasse wäre es natürlich, wenn sich unsere zweite Mannschaft durchsetzen würde“, hofft Enderle und er fügt hinzu: „Der Rosen-Cup in seiner jetzigen Form findet zum dritten Mal statt – aller guten Dinge sind drei, vieles spricht also für einen TSV-Heimsieg.“  

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