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EMTV-Halle: Abriss erst im Juli

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bau-Verzögerung: Verein trennt sich vom Architekten

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 16:09 Uhr

Der stellvertretende EMTV-Vorsitzende Jens Berendsen fasste es während der Delegiertenversammlung – der letzten in der alten Halle – so zusammen: „Wir sind im Plan, auch wenn wir etwas zurückliegen.“

Soll heißen: Der Abriss der alten EMTV-Halle beginnt erst im Juli, vier Wochen später als geplant.

Aber das kennt der größte Elmshorner Sportverein von seinen Baumaßnahmen auf dem Vereinsgelände am Koppeldamm ja schon. Auch mit dem Anbau an das Vie Vitale war man erst im Herbst vergangenen Jahres gestartet nachdem der Abriss der alten Mauer zwischen Park- und Sportplatz als symbolischer erster Spatenstich bereits zu Ostern vollzogen worden war.

Festgemacht hat der Vereinsvorstand um den am Montagabend bei einer Gegenstimme wiedergewählten Vorsitzenden Stefan Heesch die Malaise an dem bisherigen Architektenbüro. In Nebensätzen sprach Berendsen von einer „unvollständigen Planung“ für die Baumaßnahme I (Vie Vitale-Anbau); es sollen lückenhafte Unterlagen für die Zuschussanträge an den Kreis gesandt worden sein. Auch die Bauphase II (Halle) sei „zeitlich aus dem Ruder gelaufen“.

Der EMTV zog die Konsequenzen in zwei Schritten. Erst stellte er einen Bauingenieur ein, der die Interessen des Vereins gegenüber dem Architekten vertritt; letzten Endes habe man die Zusammenarbeit nun gänzlich beendet. Ab sofort hält das Elmshorner Büro Buddelmann die Fäden in der Hand. „Das ist kostenneutral für uns, aber wir haben vier Wochen an Zeit verloren“, so Berendsen. Daher beginnt der Hallenabriss nicht, wie geplant am 2. Juni, sondern erst im Juli.

Die aus den 60er-Jahren stammende Sportstätte wird übrigens nicht in einem Rutsch dem Erdboden gleich gemacht. Eine „Scheibe“ bleibt stehen, nämlich der flache Vorbau mit Umkleidekabinen, dem Büro der Sportlehrer und der Küche des Turnerheims. Nicht zuletzt ist dort aber auch die Heizung, die auch das sogenannte Rote Haus, in dem die Geschäftsstelle beheimatet ist, mit Wärme versorgt.

Dies sei ohne Weiteres möglich, erläuterte Heesch. Die neue Halle werde einen Abstand von 2,40 Meter zu dem – vorerst – zu erhaltenden Trakt errichtet. Bei den Kosten rechnet er nach den Erfahrungen der Baumaßnahme I mit einer ebenfalls zehnprozentigen Steigerung im Vergleich zum Entwurf auf 4,2 Millionen Euro. Dies sei aber letztlich durch die Beschlusslage der Delegiertenversammlung 2012 gedeckt.

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