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Schwimmen : Elmshorner auf dem Weg nach Baku

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schwimmer hoffen mit Glück auf JEM-Edelmetall.

shz.de von
erstellt am 18.Jun.2015 | 16:00 Uhr

Grund zum Feiern hatte Thore Bermel bereits gestern (Mittwoch) am Tag vor dem Abflug nach Baku. Der Schüler vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn feierte seinen 17. Geburtstag. So richtig feiern will er aber erst in der kommenden Woche – am liebsten gemeinsam mit Thea Brandauer (16) und Lea Boy (15). Dann startet das Elmshorner Trio bei der Junioren-Europameisterschaft, die dieses Jahr erstmals bei den Europaspielen in der Hauptstadt von Aserbaidschan ausgetragen werden.

Der liebste Grund zu feiern wäre natürlich Edelmetall. Davon träumt Bermel ganz offen – ohne sich damit zu sehr unter Druck setzen zu wollen. „Das muss man sich als Ziel nehmen. Nur hinfahren und mitschwimmen reicht mir nicht“, sagt er. Es gibt auch keinen Grund zu übertriebener Bescheidenheit: Über 1500 Meter Freistil hat Bermel vor zwei Wochen bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften als neuer Titelträger des Jahrgangs 1998 15:25,74 Minuten vorgelegt.

Bei Lea Boy und Thea Brandauer hört sich das schon etwas ruhiger an. „Ich hoffe, dass ist es schaffe, in ein Finale zu kommen“, sagt Brandauer. Die 15-Jährige, die am Olympiastützpunkt in Hamburg trainiert und dort auch das Internat besucht, startet über die Schmetterlingsstrecken 50, 100 und 200 Meter. Sie gibt sich betont cool. „Noch nicht. Wir haben ja noch ein paar Tage Zeit, um dort zu trainieren“, antwortet sie auf die obligatorische Frage, ob sie aufgeregt sei.

Boy, wie Bermel mit dem Langstrecken-Dreierpack aus 400, 800 und 1500 Meter Freistil gemeldet, hofft auf Bestleistungen. Wie viel Biss die äußerlich zarte 15 Jahre alte Schülerin hat, hatte sie jüngst in Berlin bewiesen: Gold über 1500 Meter in neuer persönlicher Bestzeit von 16:32 Minuten. Damit enterte sie die Top 10 in Europa. „So kaputt habe ich sie noch nie gesehen“, sagte STE-Cheftrainer Jörg Freyher damals. Geliebäugelt hatte er mit einer Zeit knapp unter der 17-Minuten-Marke.

Während Bermel bereits im vergangenen Jahr JEM-Luft bei den Freiwasserschwimmern schnupperte, ist es für die beiden Mädchen der erste internationale Auftritt auf dieser Ebene. Obwohl: So groß wie dieses Jahr waren die kontinentalen Titelkämpfe des Schwimmnachwuchs der Jahrgänge 1997 und 98 (Jungen) sowie 1999 und 2000 (Mädchen) noch nie. Die Europaspiele vermitteln schon einen Hauch von Olympia. Brandauer weiß um diese Besonderheit, die sich auch in der medialen Aufmerksamkeit niederschlägt. „Die JEM ist vielleicht einmalig so groß“, sagt sie. Die Schwimmer beziehen mit als letzte Teilnehmer der Spiele ihre Wohnungen im Athletendorf, wo alle Sportler leben. Auf bestimmte Kontakte mit Athleten anderer Disziplinen seien sie nicht aus, sagen alle drei, aber: „Man wird sich schon begegnen“, so Bermel. Am liebsten natürlich dann, wenn es einen Anlass zum Feiern gibt.

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