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Handball : Ellerbek lässt nichts anbrennen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Aufsteiger TuS Esingen kann dem Favoriten 25 Minuten Kampfgeist entgegensetzen, dann setzt sich die individuelle Klasse durch.

Ellerbek | Im ersten Lokal-derby in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein war 25 Minuten lang nicht zu erkennen, welche Mannschaft etabliert und welche aufgestiegen ist. Erst als sich beim Neuling TuS Esingen die Fehler häuften, setzte sich der TSV Ellerbek ab und siegte am Ende ungefährdet mit 33:28 (16:12).

„Wir hatten zwei schwache Phasen, die Ellerbek clever nutzte“, sagte TuS-Trainer Jan-Henning Himborn. „Aber wenn wir nach dem 17:26 noch auf zwei Tore herangekommen wären, wäre vielleicht sogar mehr möglich gewesen.“ Dass es soweit kam, nahm TSV-Coach Timo Jarama auf seine Kappe. „Wir haben durchgewechselt und probiert, ohne Nadine Cramer und Melina Dahms auszukommen“, erklärte Jarama. „Aber ohne die Eckpfeiler geht’s noch nicht.“

Als Zuschauer hatte man jedoch nicht das Gefühl, dass Ellerbek noch verlieren könnte. Die 6:0-Abwehr stand kompakt und im Tor hinterließen Lena Thürich und Daniela Laupichler einen starken Eindruck.

Noch frappierender im Vergleich zur Vorsaison war jedoch die Steigerung im Angriff. Melina Dahms brillierte in ihrer neuen Rolle als Spielmacherin und traf auch noch selbst sechsmal. Zudem glänzte Nadine Cramer im linken Rückraum, und auch die Linkshänderinnen Rebecca Holst und Maren Sicks sowie Christina Hinrichs gefielen.

Dieser Klasse hatte Esingen Kampfgeist, aber auch Ball-tempo entgegen zu setzen. In der Deckung wurden lange Zeit die Laufwege des Gegners effektiv verstellt und vorn riss man durch schnelles Passspiel und viel Bewegung Lücken in das TSV-Bollwerk.

Mit Fortdauer des Spiels fehlte dem Tornescher Rückraum jedoch Durchschlagskraft. Ohne Frederike Schmidt (krank) war Anna-Cathleen Theel als Distanzschützin weitgehend auf sich allein gestellt. „Wir haben aber auch in der Abwehr noch zu viele leichte Fehler gemacht“, monierte Himborn. „Da wir uns aber in Lauenburg und jetzt gegen Ellerbek gut verkauft haben, bin ich für die Zukunft optimistisch.“

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erstellt am 15.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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