zur Navigation springen

Handball-Landesliga : Ellerbek-Damen überwinden nervöse Anfangsphase

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der TSV feiert einen schwer erkämpften Sieg.

Dass Anna-Lena Seemann eine Minute vor dem Ende des Spiels gegen die HSG Jörl/Doppeleiche Viöl Zeit hatte, um an der Auswechselbank in Ruhe einen Schluck Wasser zu trinken, hatte sich die Oberliga-Handballspielerin des TSV Ellerbek selbst erarbeitet. Mit Anastasia Zachau hatte sie in der Abwehr einen fast undurchdringlichen Mittelblock gebildet und damit die Grundlage für den mit 37:27 (13:17) positiven Auftakt in die Saison gelegt.

Allerdings gibt das deutliche Ergebnis das Kräfteverhältnis der Mannschaften und den Spielverlauf nicht wieder, brauchten die Ellerbekerinnen doch eine halbe Stunde, ehe sie nach dem 2:2 den ständigen Rückstand (bis zu sechs Toren) wieder egalisieren konnten. Sieben Minuten später (24:19) war die Partie jedoch schon zu Gunsten des TSV entschieden. „Meine Mannschaft weiß, was sie kann und hat deshalb auch die nervöse Anfangsphase mit elf Fehlangriffen überstanden“, sagte TSV-Trainer Timo Jarama.

Den wichtigen Impuls zur Wende hatte jedoch der Coach gesetzt. Nach 20 Minuten (8:14) stellte Jarama die Abwehr um. Weil seinem Team in der 3:2:1-Deckung gegen die robusten Gegnerinnen die Aggressivität im Zweikampf gefehlt hatte, waren die zu zahlreichen leichten Treffern aus dem Rückraum und vom Kreis gekommen. Als die Ellerbekerinnen wieder in ihrer aus der Vorsaison vertrauten 6:0-Formation standen, kehrte umgehend die Sicherheit in die Defensivarbeit zurück. Während der HSG-Spielfluss stockte und sich Ballverluste häuften, die vor allem die überragende Melina Dahms zu vielen Tempogegenstößen nutzte, kam auch das gebundene Kombinationsspiel der TSV-Frauen immer besser in Gang.

Im Aufbau riss Dahms Lücken für ihre Mitspielerinnen und „Nasti“ Zachau brachte mit Kreuzbewegungen vor allem Julia Steinberg immer wieder in gute Positionen. „Wir sind ausgeglichener besetzt als in der vergangenen Meistersaison“, sagte Jarama, dem mit Franziska Heinze, Maike Ostermann, Nadine Cramer und Laura Ristau noch vier Stammkräfte fehlten. Das klare Ergebnis gegen die am Ende auch konditionell stark nachlassenden Gäste bewertete er aber zurückhaltend. „Mehr Aufschluss über unser Niveau erwarte ich mir vom schwierigen Spiel am Sonnabend beim THW Kiel.“


Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen