Elise springt ins Glück

Elise Helmstedt (Blau-Weiß 96 Schenefeld) zeigte sowohl Sonnabend als auch Sonntag hervorragende Sprünge.
Elise Helmstedt (Blau-Weiß 96 Schenefeld) zeigte sowohl Sonnabend als auch Sonntag hervorragende Sprünge.

Turn-Landesmeisterschaften: Schenefelderin gewinnt drei Goldmedaillen / Jetzt zum Deutschland Cup

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02. Mai 2019, 16:00 Uhr

Schenefeld | Eine überaus erfolgreiche Elise Helmstedt von Blau-Weiß 96 Schenefeld mit drei Goldmedaillen und eine vom Pech verfolgte Vivien Knutzen (VfL Pinneberg), die am Ende aber doch noch Grund zur Freude hatte, prägten aus hiesiger Sicht die Landesmeisterschaften im olympischen Geräteturnen (Code de Pointage) in Kiel.

Elise Helmstedt gewann nicht nur den Mehrkampf ihrer Altersklasse 12-13, sondern holte auch Tags darauf in den Einzelfinals Gold auf dem Schwebebalken und im Sprung sowie Silber für ihre Bodenkür. Blau-Weiß-Trainerin Angela Marquard war begeistert: „Dass eine Turnerin zwei ziemlich optimale Wettkämpfe hintereinander turnt, hat man selten.“

Dabei ließ die zwölf Jahre alte Helmstedt auch bis zu drei Jahre ältere Turnerinnen hinter sich; in den Gerätefinals wurden zwei Altersklassen zusammen gewertet. Helmstedt hätte mit ihrer Mehrkampf-Punktzahl von 39,85 Punkten aber auch am Sonnabend in der höheren Altersklasse 14/15 gewonnen.

„Das war eine sehr, sehr gute Generalprobe für den Deutschland-Cup. Ich hoffe, dass sie das so mitnehmen kann“, sagte Marquard vor dem Saison-Höhepunkt, der die junge Hamburgerin am Wochenende 4./5. Mai nach Hösbach führt. Dort startet Helmstedt dann in der etwas schwächer einzustufenden Leistungsklasse 1.

Während Elise Helmstedt bestens vorbereitet nach Hösbach fährt, fehlte Alina Herget die letzte Standortbestimmung. Im Landesmeisterschafts-Mehrkampf (AK 14-15) war ihr Sonnabend auf dem Balken als zweites Gerät schwindelig geworden, so dass Marquard sie sicherheitshalber ganz aus dem Wettkampf nahm. Im Einzel-Finale auf dem Stufenbarren bewies sie am Sonntag aber ihr Potenzial: Platz zwei.

Vivien Knutzen war zwar gesundheitlich voll auf der Höhe, doch der Sprung zum Auftakt in den Mehrkampf der AK 16+ misslang ihr am Sonnabend völlig. Trotzdem qualifizierte sich für drei Gerätefinals am Sonntag und bewies dann ihre Klasse mit einer Bodenkür, die VfL-Trainerin Susanne Worm ins Schwärmen geraten ließ: „Sie hat super, super schön geturnt.“ Der Lohn war die Silbermedaille. Auch Knutzen startet am Wochenende beim Deutschland-Cup.

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