Elise Helmstedt und Vivien Knutzen in den Top fünf

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09. Mai 2019, 16:00 Uhr

Pinneberg | Medaillen beim Deutschland-Cup sind keine Selbstverständlichkeit. Diese Erfahrung mussten die Turnerinnen Vivien Knutzen (VfL Pinneberg) und Elise Helmstedt (Blau-Weiß 96 Scheenfeld) nun in Hösbach machen. Sie konnten ihre Vorjahreserfolge als Fünfte der Altersklasse 16/17 und Vierte der AK 12/13 nicht wiederholen. Trotzdem waren die Trainerinnen zufrieden, wie Angela Marquard von Blau-Weiß 96 sagte. Das galt auch für das Abschneiden von Margarita Bakhtin (AK 12/13, Platz 29) sowie in der AK 14/15 für Hanna Witte (Wedeler TSV, Platz elf) und Alina Herget (BW 96, Platz 21).

Einen guten Zeitpunkt für eine Sportverletzung gibt es natürlich nicht, einen denkbar schlechten aber schon. Das Abschlusstraining vor einem großen Wettkampf ist so ein Zeitpunkt, doch genau das ist Vivien Knutzen vom VfL Pinneberg passiert. Die 17 Jahre alte Turnerin war einen Tag vor der Abfahrt nach Hösbach unglücklich vom Balken gestürzt und mit dem Knie gegen das schmale Sportgerät geprallt. Ein Bluterguss unterhalb der Kniescheibe war die Folge, aber der Arzt gab Grünes Licht für den Start in Hösbach.

Dass sie trotz der Schmerzen in dem empfindlichen Gelenk starten wollte, stand für Vivien Knutzen außer Frage. „Sie wollte unbedingt turnen und hat die Zähne zusammengebissen“, sagte ihre Trainerin Susanne Worm. Und mit einer Ausnahme bestritt Knutzen einen nahezu fehlerfreien Wettkampf: ausgerechnet an ihrem Liebelingsgerät Schwebebalken hatte sie einen Abgang, aber dort immer noch die dritthöchste Wertung aller Turnerinnen ihrer Altersklasse. In der Addition aller vier Geräte bedeutete dies Rang fünf.


Vergeblicher Einspruch gegen Balken-Wertung

Der Balken wurde auch für Elise Helmstedt zum Schicksalsgerät. „Mit einer tadellosen Übung ist sie unterbewertet worden“, klagte BW-Trainerin Angela Marquard, die umgehend Einspruch eingelegt hatte. Dieser wurde aber zurückgewiesen, die Punktzahl nicht nach oben korrigiert. „Das hast sie den deutschen Vize-Titel gekostet“, war sich Marquard nach einem sonst sehr guten Wettkampf der Zwölfjährigen sicher.

Hanna Witte (WTSV) ging von einer Erkältung geschwächt in ihren ersten Deutschland-Cup, zeigte aber eine gute Leistung. Gleiches galt für Margarite Bakhtin (BW 96), die aber ihre Nervosität über die Premiere auf einer so großen Bühne nicht ganz verstecken konnte. Alina Herget war da bei ihrem zweiten Start schon nicht mehr ganz so aufgeregt.

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