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Fußball-Bezirksliga : Eingeschränkte Wahl

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Liether Siegesserie endet mit 0:1 gegen Halstenbek-Rellingen II.

Natürlich hatte Matthias Bartl die Wahl gehabt – nicht nur beim Kreuzchen machen. Er hätte auch „Nein“ sagen können, als ihn gestern Morgen der Anruf seines Altliga-Mannschaftskameraden Gencer Dag – nebenbei auch Manager der Liether Bezirksligafußballer – ereilte. Aber was ein echter Liether ist, der entscheidet sich vor die Wahl gestellt zwischen heimsichem Sofa oder Ersatzbank im Waldstadion natürlich für die härtere Sitzgelegenheit.

80 Minuten musste Bartl darauf Platz nehmen, dann schickte ihn SVL-Trainer Frank Pagenkopf ins Getümmel. „Dafür reicht die Luft“, sagte der 42-Jährige. Zuletzt hatte vor 22 Jahren in einer Liether Ligamannschaft gespielt. „Trainer war noch Addi Gebbauer und später Manfred Pieper.“

Genützt hat es nichts. Nach vier Siegen in Folge unterlagen die Rothosen in einer höchst durchschnittlichen Partie der SV Halstenbek-Rellingen II mit 0:1 (0:0). Der frühere Elmshorner Oliver Wroblewsky verwandelte in der 57. Minute für die Gäste den von Bodo Albrechtsen verursachten Foulelfmeter. Bo Hansen hatte Dennis Beckmann hatte laufen lassen und Albrechtsen den Zehner dann auch noch unnötig von den Beinen geholt.

Es war die Phase, in der sich die Gastgeber entschlossen hatte, endlich aufzuwachen. Die erste Halbzeit war an den Liethern so vorübergegangen. Deren beste Chance hatte noch ein HR-Spieler, der seinen Torhüter André Asmus zu einem Klasse-Reflex zwang.

Nach dem Seitenwechsel war zumindest Engagement drin. Ghademi zog bis zur Grundlinie durch, der Versuch von Philipp Kölln, die Flanke in einem Meter Höhe noch zu köpfen, endete neben dem Tor. Der Fuß wäre wohl die bessere Wahl gewesen. Die eigentlich richtige Wahl traf Hendrik Boesten in der 80. Minute, doch Wroblewsky köpfte für den geschlagenen Asmus den Ball von der Linie.

Die Wahl der Mittel blieb letztlich zweitrangig; sie war nicht von Erfolg gekrönt. „Wir hätten noch eine Stunde weiter spielen können“, meinte Bartl vielsagend. „Ich fand die anderen cleverer.“

Pagenkopf, braun gebrannt nach zehn Tagen Portugal-Urlaub, fand nach der „mittleren Katastrophe“, eine größere Auswahl an gesunden Akteuren , hätte dem Liether Spiel gut tun können. Er hätte dann bei der Aufstellung wohl anders gewählt.

 

 

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erstellt am 23.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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