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Fußball-Oberliga : Einen Hauch zu kompliziert

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: SV Halstenbek-Rellingen besiegt Buxtehude souverän 3:1, überzeugt aber nur eine Halbzeit lang

Manchmal sind Väter die schärfsten Kritiker ihrer Fußball spielenden Söhne. So auch bei den Oberliga-Kickern der SV Halstenbek-Rellingen.

Von der Tribüne aus beäugte Süleyman Karakaya, Vater von HR-Spielmacher Ümit, jede Aktion seines Sohne während der Partie gegen den Buxtehuder SV. „Ich weiß, dass er noch mehr kann“, gab Karakaya senior, einst selbst aktiver Fußballer und Trainer des FC Elmshorn, nach dem 3:1-Sieg seines Sohnes und seiner Teamkollegen zu Protokoll – fügte aber sofort ein Lob an: „In Halbzeit eins agierte Ümit aber sehr ordentlich, hat den Ball laufen lassen und vor allem direkt und schnell ohne Schnörkel gespielt.“

Und nicht nur das: Karakaya junior holte sich die Bälle tief aus der eigenen Hälfte und glänzte auch bei Standardsituationen. So führten zwei seiner Freistöße in Durchgang eins zu Toren. Wobei der „Özil vom Lütten Hall“ bei seiner ersten Vorlage noch die „Hilfe“ seines Trainers Thomas Bliemeister benötigte: „Schlag ihn scharf auf den zweiten Pfosten“, rief ihm der Coach von außen zu. Das tat Karakaya, seine Flanke landete auf dem Kopf von Elizier Correia Ca, der den Ball zu Enrik Nrecaj verlängerte, der ihn wiederum am kurzen Pfosten über die Linie drückte – das hochverdiente 1:0 (6.). Karakayas zweiten gefährlichen Freistoß drückte dann der hoch gewachsene Verteidiger Jan Novotny per Kopf direkt ins lange Eck, 2:0 (28.). Die Heimelf hatte alles im Griff, holte dann den Gegner aber selbst wieder zurück ins Spiel: Eine harmlose Flanke wehrte HR-Verteidiger Vincent Ermisch unglücklich im Strafraum mit dem Arm ab, den er in Richtung Ball ausfuhr. Beim fälligen Strafstoß verlud Buxtehudes Sousa da Silva Halstenbeks Keeper Steve Elfert (vertrat den verletzten Mirko Oest, 37.) – 2:1.

Aber HR hatte eine Antwort parat: Braima Balde tanzte sich in Minute 40 durch den Gästestrafraum und schoss aus spitzem Winkel sehenswert ins lange Eck – 3:1, gleichzeitig der Endstand, weil in Durchgang zwei nur noch wenig passierte.

„Wichtig ist, dass wir mal wieder zuhause gewonnen haben. Aber die zweite Halbzeit war nicht gut von uns, weil wir vorm gegnerischen Tor und im Spielaufbau einen Hauch zu kompliziert waren“, analysierte „Matchwinner“ Ümit Karakaya die vorangegangen 90 Minuten. Papa Süleyman sah es ähnlich: „HR war in Durchgang zwei zu kompliziert, hätte direkter und einfacher spielen müssen, so wie mein Sohn in Durchgang eins.“ Da waren sich Vater und Sohn einig. Und mit ein wenig Kritik seines Vaters kann Sohnemann Ümit ohnehin leben: „Die macht mich nur stärker“, lachte er. 

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erstellt am 02.Nov.2015 | 16:00 Uhr

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