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Frauen-Fussball Landesliga : Ein Spiel mit zwei Gesichtern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Frauen des TuS Appen machen beim Landesliga-Auftakt einen 0:3-Rückstand wett und punkten beim SC Pinneberg

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2014 | 16:00 Uhr

Das Debakel schien seinen Lauf zu nehmen. Es waren gerade einmal 33 Minuten am ersten Landesliga-Spieltag absolviert, da lagen die Fußballerinnen des TuS Appen bereits mit 0:3 im Derby gegen den SC Pinneberg im Hintertreffen. Selbst der ansonsten stets positiv eingestimmte Sascha Liebenow stellte sich im Geiste auf Schadensbegrenzung ein. „Wenn man als Aufsteiger eine derart schwache Anfangsphase hinlegt und überhaupt nicht im Spiel ist, dann rechnet man mit dem Schlimmsten“, gestand Liebenow. Seine Befürchtungen blieben jedoch aus, stattdessen sollte die Partie – dank der Mithilfe der Gastgeberinnen – eine komplett andere Richtung einschlagen.

Nachdem Sarah Kröger per Doppelpack für die frühe 2:0 Führung der Pinnebergerinnen gesorgt hatte, erhöhte in der bereits erwähnten 33. Minute die agile Kim Linn auf 3:0. Fortan verpasste das Team von Coach Clemens Voigt den vierten Treffer nachzulegen, ein Umstand den die Gastgeberinnen teuer bezahlen sollten. „Wir haben Appen somit am Leben gelassen und in der zweiten Halbzeit ein komplett anderes Gesicht gezeigt“, ärgerte sich Voigt, der mit ansehen musste, wie die Gäste kurz vor der Pause aus dem Nichts den 1:3-Anschlusstreffer markierten. Was auf den ersten Blick noch aussah wie reine Ergebniskosmetik, sollte sich im Laufe des zweiten Durchgangs als Startschuss eines furiosen Comebacks herausstellen.

Zur Verwunderung aller Beteiligten war in den zweiten 45 Minuten nämlich nur noch eine Mannschaft am Drücker und zwar die Auswahl aus Appen. Angetrieben von der schnellen Lara Caspar verkürzte der Aufsteiger durch die eingewechselte Maria Pauli auf 2:3 (65.).

Pinneberg verlor nun komplett die Linie, Nutznießerin war eben erwähnte Caspar, die zehn Minuten später für den verdienten 3:3-Ausgleich sorgte. Es war der Schlusspunkt eines packenden Derbys, mit dessen Endergebnis keiner mehr gerechnet hatte. „Ich muss ein großes Lob an meine Mannschaft aussprechen. Das Remis ist sehr wichtig für die Moral“, freute sich Liebenow. Die Gemütslage bei seinem SCP-Pendant sah angesichts des Spielverlaufs anders aus. „Eine 3:0-Führung muss man über die Bühne bringen. Das Ergebnis tut weh“, bilanzierte Voigt.

 

 

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