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Hallenmasters : Ein Sonderlob vom HSV-Idol

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Unter den Augen von Uwe Seeler holt der VfL Pinneberg beim Hallenmasters Platz drei, HR wird ebenso überraschend Vierter.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 16:00 Uhr

Der Mann ist einfach beliebt. Obwohl Uwe Seeler das HSV-Idol schlechthin ist, wurde der 77-Jährige bei den 12. Hamburger Hallenmeisterschaften in der Alsterdorfer Sporthalle auch von den Anhängern des FC St. Pauli und Altona 93 gleichermaßen gefeiert.

Aber nicht nur die Hamburger Fußballfans jeglicher Couleur jubelten dem Ehrengast zu, auch die Kreis-Pinneberger freuten sich über den Besuch des DFB-Ehrenspielführers in der Halle. Allen voran die Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg, die sich erstmals für das Masters qualifiziert hatten. Auf einer der Seitentribünen der Sporthalle hatten die VfL-Spieler, die nicht zum Einsatz kamen, neben Seeler Platz genommen, machten mit der Hamburger Legende Fotos und holten sich Autogramme. „Er ist einfach sympathisch und unkompliziert, wir hatten ein tolles Gespräch von Stürmer zu Stürmer“, scherzte VfL-Angreifer Artur Frost nach dem Klönschnack mit „Uns Uwe“.

Währenddessen spielten Frosts Teamkollegen unten auf dem Parkett unter den wachsamen Blicken Seelers gegen Altona 93 um den Einzug ins Halbfinale. „Eine taktisch sehr disziplinierte und gut organisiere Mannschaft“, lobte Seeler die Pinneberger. Und als hätten sie den Deutschen Meister von 1960 gehört, trafen Thomas Koster und Daniel Diaz für den VfL prompt zum 2:0-Sieg. „Mein lieber Mann, nicht schlecht“, staunte Seeler – die Überraschung war perfekt, die Pinneberger unter den besten vier Hallenteams Hamburgs, nachdem sie in ihren vorigen Spielen in der Gruppe 2 zunächst Curslack-Neuengamme (Hallenmeister 2009) 1:0 besiegt hatten und später dem Regionalligisten SC Victoria knapp 2:3 unterlagen.

„Damit hatten wir selbst nicht gerechnet“, so VfL-Akteur Christian Dirksen nach der Vorrunde zufrieden. Der VfL im Halbfinale, nicht die einzige faustdicke Überraschung aus Pinneberger Sicht am Sonnabendnachmittag: Denn nur kurz zuvor war das zweite der beiden Kreis-Oberligateams ins Semifinale eingezogen. Nachdem die SV Halstenbek-Rellingen ihr Auftaktspiel gegen den Regionalligisten FC St. Pauli II mit 1:3 verlor und im zweiten Match der Gruppe 1 dann den Regionalligisten Eintracht Norderstedt mit 4:3 niederrung, musste HR im letzten Gruppenspiel zu einem echten Finalspiel gegen Oberliga-Tabellenführer Dassendorf antreten und gewinnen, um weiterzukommen. Gesagt, getan: Zwar glich Dassendorfs Deniz Herber Sinan Demircis 1:0 aus, doch 20 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte Nikola Maksimovic mit dem 2:1-Siegtreffer für Riesenjubel im Lager der Baumschuler. Da riss es auch Uwe Seeler aus seiner Sitzschale: „Die haben es spannend gemacht, sich das Halbfinale aber redlich verdient.“

Verdient hätte sich HR auch das Finale, doch das Glück war im Neunmeterschießen gegen den SC Victoria nicht auf der Seite der Halstenbeker: Ein wahrer Krimi, neun Schützen mussten auf beiden Seiten ran, eh Vicky sich mit 9:8 durchsetzte. „Wir hatten es in der Hand, jetzt fühlt es sich wie ein Vorrunden-Aus an“, so ein enttäuschter HR-Akteur Robert Hermanowicz, der nach kurzem Durchpusten aber klarstellte: „Wir können dennoch mächtig stolz auf uns sein.“

Auch der VfL war stolz auf seine Vorstellung, trotz des Ausscheidens im Halbfinale gegen St. Pauli II (0:4). Fürs Finale reichte es in beiden Fällen nicht, im Neunmeterschießen um Platz drei holte sich der VfL dann gegen HR im Kreis-Duell Rang drei, das Endspiel gewann der SC Victoria gegen St. Pauli II schließlich mit 4:3.

„Beide Kreis-Teams waren das erste Mal dabei, beide haben den Kreis würdig vertreten und Werbung für den Pinneberger Amateurfußball gemacht“, so HR-Manager Detlef Kebbe zufrieden.

Am Ende gab es keinen Titel – aber ein Sonderlob von Uwe Seeler ist ja mindestens genau so viel wert wie eine Siegertrophäe.

 

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