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Leichtathletik : „Ein Lebensziel hat sich erfüllt“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Hamburger Olympia-Bewerbung: Diskuswerfer Markus Münch über seine Begeisterung für die Spiele und die Teilnahme in London 2012

shz.de von
erstellt am 28.Nov.2015 | 16:00 Uhr

Morgen Abend zeigt sich, ob der Deutsche Olympische Sportbund mit den Austragungsorten Hamburg und Kiel ins internationale Bewerberrennen um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 geht. Dann enden die entsprechenden Bürgerschaftsreferenden in beiden Städten. Einer, der das Abstimmungsergebnis mit Spannung verfolgen wird, ist Diskuswerfer Markus Münch. Der 29-Jährige ist gebürtiger Hamburger und startete jahrelang für die LG Wedel-Pinneberg, ehe er 2012 zum SC Potsdam wechselte. Zudem nahm er im gleichen Jahr an den Spielen in London teil. Im Gespräch mit dieser Zeitung blickt der 2,07-Meter große Athlet einmal zurück auf seine persönlichen Olympia-Höhepunkte in London sowie die anschließende Rückkehr in seine Geburtsstadt an Bord der MS Deutschland.

Hallo, Herr Münch. Morgen endet das Referendum. Wie stehen Sie der Hamburger Olympia-Bewerbung gegenüber?
Markus Münch: Ich bin generell ein klarer Befürworter der Spiele und würde mich daher riesig freuen, wenn es 2024 klappt. Zwar werde ich dann als aktiver Sportler wohl nicht mehr teilnehmen können. Aber möglicherweise ja in anderer Funktion. Wer Olympia einmal erlebt hat, der will möglichst wieder dabei sein.
Für Sie war es im Mai 2012 soweit, als Sie in Halle mit 66,28 Metern die Olympia-Norm geknackt haben. Was war das für ein Gefühl?
Mir ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen. Ich habe vier Jahre darauf hingearbeitet. Mit der Olympia-Teilnahme hat sich ein Lebensziel von mir erfüllt.

Wie haben Sie sich anschließend auf die Spiele im August vorbereitet?
Zunächst stand noch die Europameisterschaft in Helsinki an, bei der ich Achter wurde. Nach meiner Rückkehr habe ich dann fünf Wochen lang trainiert.

Und wann ging es nach London?
Erst nach der Eröffnungsfeier. Diese habe ich noch gemeinsam mit dem deutschen Leichtathletik-Team im Bundesleistungszentrum in Kienbaum verfolgt. Dieser Abend war für mich das Signal, dass es endlich losgeht.

Mit welchen Erwartungen sind Sie dann in die Wettkämpfe gegangen?
Da ich mich bei der EM leicht verletzt hatte, konnte ich nicht 100 Prozent im Training geben. Somit wollte ich einfach das Beste daraus machen.

Ihre 59,95 Meter haben leider nicht für das Olympia-Finale gereicht.
Das stimmt. Aber die Enttäuschung verflog schnell. Im Stadion waren 70.000 Menschen, eine super Stimmung. Ich habe danach versucht, noch möglichst viel von den Spielen aufzusaugen.

Zum Beispiel?
Ich habe London besichtigt und mir das Hockeyfinale der Männer angeschaut.

Und das Diskusfinale?
Auch das. Anschließend war ich noch auf der Gold-Party von Robert Harting an Bord der MS Deutschland dabei.

Woran erinnern Sie sich besonders gern zurück?
An das riesige olympische Dorf und die Abschlussfeier. Generell sind aber so viele Eindrücke auf mich eingeprasselt.

Gemeinsam mit dem deutschen Olympia-Team ging es dann auf der MS Deutschland zurück nach Hamburg. Wie haben Sie den Empfang erlebt?
Als Hamburger war das ein besonderes Gefühl. An der Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel wurde extra eine Fahne für mich gehisst. Da standen dann viele Freunde und ehemalige LG-Vereinskollegen. Die haben mir einen tollen Empfang bereitet.

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