Ein hartes Stück Arbeit

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Handball-Oberliga: TSV Ellerbek und TuS Esingen stehen vor dem Auftakt der neuen Serie

shz.de von
31. August 2018, 16:00 Uhr

Vor vier Jahren trugen sie gemeinsam Verantwortung. Tobias Skerka war Cheftrainer beim SV Henstedt-Ulzburg in der 2. Handball-Bundesliga und Tim Bracklow unterstützte ihn. „Die Arbeit wäre neben meiner Anstellung als Elektrotechniker nicht allein machbar gewesen“, erinnerte sich Skerka, der mittlerweile schon mehr als zwei Jahre beim TSV Ellerbek als Coach tätig ist und mit dem Team nach dem Wiederaufstieg Platz sechs in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein erreichte.

Eine ähnlich erfolgreiche Saison erhofft sich Tim Bracklow in seinem ersten Trainerjahr beim Aufsteiger TuS Esingen. „Ich will möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, äußerte der Mecklenburger seinen Wunsch für die morgen beginnende Punktrunde.

Der Saisonstart wird Bracklow aber nicht leicht gemacht. „Wir müssen uns durch die ersten Wochen durchhangeln“, sagte der TuS-Trainer, der in den ersten Spielen ohne Jonathan Karow sowie die Urlauber Tom Schmitt, Jan Rabe und Hannes Haas auskommen muss. Da Daniel Günter und Lennart Haas nach Verletzungen wohl erst in der Rückrunde wieder spielen werden, stützt sich Tim Bracklow derzeit auf nur neun Feldspieler, wobei der 17-jährige Mikkel Rademacher erst seit einer Woche zum Tornescher Team gehört. „Die Jungs sind aber körperlich in bester Verfassung“, sieht Bracklow dem Spiel bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (Sonnabend, 16.45 Uhr) optimistisch entgegen. Er traut seinem Mannschaft zu, sich mit Ausnahme der HG Hamburg-Barmbek in der Liga mit allen Gegnern messen zu können.

Kollege Tobias Skerka sieht auch den TSV Hürup, THW Kiel II, Aufsteiger Eider Harde und Wift Neumünster noch auf hohem Niveau. „Aber wir nehmen natürlich jeden Gegner ernst“, sagte der Coach vor dem heutigen Heimspiel gegen Aufsteiger AMTV (18.30 Uhr, Harbig-Halle). Wie Bracklow baut er auf eine stabile Abwehr und möchte über Ballgewinne zu leichten Kontertoren kommen. Skerka hat allerdings das Problem, mit Tarek Fejry den Kopf der Mannschaft ersetzen zu müssen und mit Christian Brandt einen weiteren Routinier verloren zu haben. „Wir werden im Angriff anders spielen“, verriet der TSV-Coach, „schneller und mit mehr Bewegung ohne Ball.“

Obwohl der Kader erst zum Ende der Vorbereitungszeit nahezu vollständig zusammen trainierte, hat das Team die sechs Neuen gut integriert und sich im Spielaufbau gefunden. Trotz der jüngsten Pleiten gegen Hamburg-Ligist HTS/BW 96 Schenefeld (25:26, 21:25) glaubt Skerka daran, gegen den AMTV die ersten Punkten holen zu können. „Ich habe viel durchgewechselt und dabei nicht auf die Ergebnisse geguckt“, sagte der Trainer, der aber noch viel Arbeit vor sich sieht. „Insofern bin ich froh, dass wir bis zum nächsten Spiel zwei Wochen Pause haben.“

Diesen Luxus genießt Bracklow nicht. Er muss mit Esingen im September gleich fünf Mal antreten und hofft dabei, dass sich sein Kader nicht noch weiter reduziert.

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