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Fussball : Ein halbes Jahrhundert an der Pfeife

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Ernst-Bernd Lipholz vom TSV Sparrieshoop als Schiedsrichter-Jubilar ausgezeichnet

Wenn man nach Ernst-Bernd Lipholz fragt, schaut man sehr oft in viele fragende Augen. Fragt man jedoch nach „Lippi“, dann deutet ein Fingerzeig oder eine konkrete Antwort auf den Ur-Sparrieshooper. Es gibt wirklich kaum einen Fußballer im Kreis Pinneberg, der Lippi nicht kennt – und umgekehrt. Kein Wunder, denn seit nunmehr fünf Jahrzehnten ist der heute 69-Jährige regelmäßig auf den Fußballplätzen anzutreffen – meist unübersehbar als Schiedsrichter auf dem Platz.
Genau für dieses 50 Jahre währende Engagement an der Pfeife wurde Lipholz nun geehrt. Wilfred Diekert, Ex-Bundesliga-Schiedsrichter und Vorsitzender des Verbands-Schiedsrichter-Ausschusses im Hamburger Fußball-Verband, übernahm die Auszeichnung während der Hauptversammlung des Bezirks-Schiedsrichter-Ausschusses (BSA) Pinneberg im Vereinsheim der SV Lieth.

Lipholz, der 1966 im Vereinsheim des VfL Pinneberg seine Schiedsrichterprüfung absolvierte, ist heute noch als aktiver Unparteiischer dabei. Natürlich keine 1.-Herren-Spiele mehr, eher bei den Alten Herren und Senioren, hin und wieder auch noch bei den kleinsten Kickern. „An mein erstes Herrenspiel kann ich mich noch ganz genau erinnern“, berichtet Lippi und lacht dabei. Die Reserve-Mannschaften von Union Tornesch und TuS Holstein Quickborn hatte er zu leiten. „Da war richtig Pfeffer drin, ein kampfbetontes Spiel“, erinnerte sich Lipholz an die nicht immer „astreine“ Begegnung. „Wenn ihr jetzt nicht anfangt Fußball zu spielen, greife ich hart durch“, wies der frühere Postbote beide Mannschaften in der Halbzeitpause zurecht. „So ist das, wenn man jung und unerfahren ist“, erinnerte sich Lipholz noch ganz genau. Negative Erlebnisse hatte er nach eigenem Bekunden in den ganzen 50 Jahren nie. Hilfreich war dabei immer seine Devise: „Es gibt nur einen auf dem Platz, der entscheidet.“

Klar, dass es nicht nur beim Pfeifen allein blieb. Mehr als 20 Jahre war Lipholz, in der Saison 2003/04 sogar als Regel-Fuchs ausgezeichnet, Schiedsrichter-Obmann seines TSV Sparrieshoop, ehe er 1990 diese Aufgabe gegen die als Fußball-Chef eintauschte. Die Pfeife aber, die tauschte er auch im neuen Amt nicht ein – bis heute nicht.

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