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Talente im Blickpunkt : Ein ganz junger Held

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Mit 16 Jahren ist Bjarke Lindner bereits in der dritten Spielzeit Trainer der 3. D-Jugend der SV Lieth. Dafür ist der Jugendliche nun vom Deutschen Fußball-Bund geehrt worden.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2016 | 15:47 Uhr

Sie sind elf, teilweise auch erst zehn Jahre alt, ihre Trainer aber auch nur unwesentlich älter. 16 Lenze zählt Bjarke Lindner, erst 15 gar Jason Schmidt. Aber dieses Duo hat die jungen Fußballer der SV Lieth (3. D-Jugend) gut im Griff. Vor dem Fototermin auf dem Klaus-Waskow-Platz bei Temperaturen um den Gefrierpunkt schickt es die Jungs für eine Runde zum Warmlaufen.

Für diesen Fototermin gibt es gleich zwei Gründe. Da sind zum einen die schicken neuen, knallroten Trikots mit dem Aufdruck Wegner Immobilien, die im Flutlicht leuchten. Zum anderen aber dreht es sich um Bjarke Lindner. Der Schüler, der selbst beim SSV Rantzau in der A-Junioren-Landesliga spielt, ist gestern vom Deutschen Fußball-Bund als „Fußballheld“ ausgezeichnet worden. Diese Aktion ist Teil der DFB-Ehrenamtskampagne.

Getroffen hat ihn die ziemlich unvorbereitet, auch wenn er natürlich von dem Vorschlag wusste. „Als ich in meinen Posteingang geguckt und dort die E-Mail des DFB gelesen habe, war ich doch überrascht“, sagte Lindner.

Begonnen mit seinem Engagement hat der junge Klein Nordender im November 2013, der damals noch in einer – inzwischen aufgelösten – Mannschaft bei der SVL spielte. Für das Internationale Jugendprogramm sollte er einen „Dienst“ verrichten. Was lag also näher, als im eigenen Verein aktiv zu werden. Jason Schmidt, der an der Boje-C.-Steffen-Gemeinschaftsschule ebenfalls an diesem Programm teilnahm, stieß ein halbes Jahr später hinzu.

Auch über den Zeitraum des Jugendprogramms hinaus, sind beide am Ball geblieben. „Wir haben gerne weitergemacht, weil wir das Potenzial in der Mannschaft gesehen haben“, sagte Bjarke, der aus der Begeisterung der Kids die Motivation zieht, zwei Mal in der Woche zwischen Berufsfachschule in Itzehoe und dem eigenen Training in Barmstedt, am Butterberg tätig zu sein. „Da wird es manchmal schon 23 Uhr, ehe ich ins Bett gehen kann“, sagte er. Morgens um 5 Uhr klingele dann schon wieder der Wecker. „Wenn wir sehen, mit wie viel Lust und Engagement sich die Jungs konzentriert in die Trainingseinheiten und Spiele einbringen, dann ist auch eine Niederlage einmal hinzunehmen. Aber noch mehr Spaß macht es natürlich, wenn sie gewinnen“, so Lindner.

Viele Inhalte könne er in abgewandelter Form aus dem eigenen Training übernehmen. Neue Impulse erhofft er sich auch von dem Lohn der DFB-Auszeichnung, einer fünftägigen Fußball-Bildungsreise nach Spanien.

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