Torhüter bei den Freezers : Ein ganz cooler Barmstedter

Fels in der Brandung: Maximilian Franzreb ist im Profisport angekommen und hütet den Kasten eines Bundesligisten.
1 von 2
Fels in der Brandung: Maximilian Franzreb ist im Profisport angekommen und hütet den Kasten eines Bundesligisten.

Der 18-jähriger Eishockey-Goalie Maximilian Franzreb mischt bei den Kufen-Cracks der Hamburg Freezers mit.

shz.de von
14. März 2015, 16:01 Uhr

Die Hamburg Freezers sind im Playoff-Modus – und mit ihnen Maximilian Franzreb. Der 18-jährige Barmstedter ist seit genau einem Monat Eishockey-Profi. Schon deshalb wird er den Valentinstag 2015 nicht vergessen. „Für mich ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen, denn ich wollte immer in der DEL spielen“, sagt der 1,81 Meter große Torwart, der schon seit seiner Kindheit Eishockey spielt und nun der erste Freezers-Profi aus dem eigenen Nachwuchs ist.

In den vergangenen Jahren trainierte Maxi, wie Maximilian Franzreb nur genannt wird, fünf Mal in der Woche parallel bei den Profis und mit der Nachwuchsmannschaft HSV Young Freezers, der er zum Klassenerhalt in der obersten Jugendliga DNL verhalf. Seit er den Profivertrag unterschrieben hat, ist er für die Jugendliga gesperrt. Auch wenn Franzreb letztlich nur wegen der schweren Adduktorenverletzung von Stamm-Goalie Dimitrij Kotschnew zu den Profis kam, hatte er bereits seine ersten Spielanteile. „Wir hatten an unserem vorletzten Spieltag in der Hauptrunde gegen die Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg im zweiten Drittel schon früh drei Tore kassiert, als mich unser Trainer Serge Aubin aufs Eis schickte“, erinnert sich Franzreb an seinen ersten Einsatz in der DEL, der ebenso wie der zweite zwei Tage später mit einer – bedeutungslosen – Niederlage endete. „Insgesamt habe ich 50:24 Minuten in der ersten Bundesliga gespielt und es freut mich unwahrscheinlich, dass ich die Chance habe in der entscheidenden Phase, nämlich den Playoffs, wieder mit von der Partie zu sein“, so der Goalie.

Ob er dann auf der Reservebank oder auf der Tribüne sitzt, hängt von Trainer Aubin ab. „Ich erfahre meist einen Tag vor den Spielen, ob ich als zweiter oder dritter Torwart dabei bin“, erklärt Maximilian Franzreb. „Aber selbst wenn ich nur dritter Goalie bin, fahre ich mit, denn es kann sein, dass ich kurzfristig aufs Eis muss.“ Zumindest bei Heimspielen wie am morgigen Sonntag im dritten Playoff-Vergleich gegen die Düsseldorfer EG (14.30 Uhr, O2-World) wird der coole 18-Jährige von seiner Freundin und seinen Eltern angefeuert.

Mit der Schule – Franzreb will nächstes Jahr am Beruflichen Gymnasium in Elmshorn auf dem Ernährungszweig sein Abitur machen – hat er eine Vereinbarung getroffen, die ihm den Spagat zwischen Lernen und Profisport ermöglicht: donnerstags und freitags ist er vom Unterricht freigestellt und muss sich in der Zeit den Lerninhalt allein erarbeiten. „Das klappt auf den Busfahrten zu unseren Auswärtsspielen sehr gut“, schätzt Maximilian Franzreb optimistisch seine Doppelbelastung ein.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen