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Verbandsliga : Ein Duo soll es richten

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Scheppmann und Greve als Interimslösung bei RW Kiebitzreihe / Schlegel enttäuscht

Rot-Weiß Kiebitzreihe hat reagiert. Nur einen Tag nach Bekanntwerden der Trennung von Trainer Oliver Schlegel präsentierte Lennart Jensen, Team-Manager des Fußball-Verbandsligisten, die Nachfolger; Kai Scheppmann, der aktuell auch die B-Jugend des VfR Horst trainiert, und Torsten Greve, Vater der Spieler Patrik und Pascal Greve sowie vormals FC Elmshorn II, sollen es interimsweise bis zum Saisonende richten und irgendwie den Abstieg in die Kreisliga verhindern. „Mir war wichtig, dass es eine Zukunftsperspektive gibt“, sagte Jensen. Scheppmann war bereits vor dem überraschenden Ende der Ära Schlegel als Co-Trainer für die kommende Saison vorgesehen. Für Greve wird es nach Stand der Dinge indes tatsächlich nur ein wenige Wochen währendes Intermezzo. Eine weitere Trainer-Personalie werde sich, so Jensen, in den nächsten Wochen klären.

Oliver Schlegel hat unterdessen an der Entscheidung des RWK-Vorstandes trotz gewisser Vorahnungen („Die Fußballgesetze greifen auch in Kiebitzreihe und auch für einen Oliver Schlegel“) zu knabbern. Den Kampf um den Verbleib in der Verbandsliga hatte er keinesfalls aufgegeben.

Allerdings – und das wurde ihm schließlich zum Verhängnis – hatte er sich noch nicht klar über seine Zukunft als Trainer positioniert. Er habe sich bisher nicht in der Lage gefühlt, für die nächste Saison eine „zweifelsfreie Zusage“ zu machen. „Da ich ein ehrlicher Mensch bin, habe das dem Vorstand auch so gesagt“, so Schlegel zur Vorgeschichte der Trennung. Und eigentlich, so seine Darstellung, sei er mit den Fußball-Verantwortlichen übereingekommen, bis Ostern eine klare Position zu beziehen, also in zehn Tagen.

So lange wollte oder konnte man im Vorstand aber nun doch nicht warten. Jensen: „Ich habe ihm gesagt, dass ich in den nächsten Tagen und nicht in den nächsten Wochen eine Entscheidung haben möchte.“ Am Montag dieser Woche – einen Tag nach dem 0:3 bei Spitzenreiter Kisdorf als dritte Niederlage in Folge – gab der Ligamanager Schlegel den Laufpass. Der so vor die Tür gesetzte machte „Einflüsse aus dem Hauptverein und von Sponsoren“ für diese Reaktion verantwortlich. Jensen hingegen vermeldete via Facebook, die Entscheidung sei „im beiderseitigen Einvernehmen“ getroffen worden.

Nun stehen die wirklich entscheidenden Vergleiche mit den ebenfalls abstiegsbedrohten Teams bevor: Sonntag geht’s zu Schlusslicht Alemannia Wilster (12 Punkte) und Ostermontag kommt der Tabellenzwölfte MTSV Hohenwestedt (23 Punkte). In den Wochen darauf sind die Kaltenkirchener TS (8./32 Punkte) und der ebenfalls wenig konstant spielende Nachbar VfR Horst (7./33 Punkte) die Gegner. Für diese Partien nimmt Jensen nun die Spieler in die Pflicht. Ein Alibi gebe es nicht mehr.

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erstellt am 07.Apr.2017 | 15:57 Uhr

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