Fussball-Landesliga : Ein Abend zum Vergessen

Die Elmshorner Francisco de Souza da Silva (links) und Sven Ole Ratjens (rechts) versuchen den zweifachen HR-Torschützen Raffael Kamalow zu stören.
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Die Elmshorner Francisco de Souza da Silva (links) und Sven Ole Ratjens (rechts) versuchen den zweifachen HR-Torschützen Raffael Kamalow zu stören.

FC Elmshorn verliert in Unterzahl 0:4 das Derby gegen Halstenbek-Rellingen

shz.de von
11. April 2018, 16:03 Uhr

Der Höhenflug des FC Elmshorn ist endgültig gebremst. Das 0:4 (0:1) gestern Abend im Kreisderby gegen die SV Halstenbek-Rellingen dürfte das Ende aller Ambitionen auf die Top drei bedeuten. Wobei sich Spieler und Verantwortliche in Grün deutlich ausgebremst fühlten – und zwar vom Unparteiischen. „Mit elf gegen elf hätten wir ein Unentschieden geholt“, war sich nicht nur Abwehrrecke Helge Kahnert sicher als er gen Kabine ging. Und Trainer Dennis Usadel biss sich förmlich auf die Zunge, um nicht zu sehr gegen Schiedsrichter Liam Maurits Draf (SC Nienstedten) zu wettern, dem er Ungleichbehandlung und mangelndes Fingerspitzengefühl vorwarf. Er beließ es bei „ganz schwache Leistung – und das weiß er auch selber.“

Entscheidende Szene unabhängig von der Einschätzung der Schiedsrichterleistung war die 42. Minute, in der Ömer Aygün nur drei Minuten nach seiner ersten Verwarnung die Gelb-Rote Karte sah. Beide Mal für Fouls, von denen das erste in Folge eines zuvor erfolgten Verbalgefechts mit Samir Kabashi eines mit Ansage, das zweite im Mittelkreis eines der Sorte absolut überflüssig war.

Hatte der Gastgeber bis dahin dem neuen Tabellenzweiten weitgehend Paroli geboten – wenn auch ohne zu glänzen –, so übernahm HR in Überzahl das Kommando. Nachdem FCE-Torhüter Tilman von Velde zuvor zweimal gegen Ümit Karakaya geklärt hatte, schlug in der Nachspielzeit der Flachschuss von Raffael Kamalow unhaltbar ein.

Halbzeit zwei gehörte dann den Gästen, die ihren Stiefel abgeklärt herunterspielten. Der frühere Elmshorner Dennis Ghadimi, Francisco de Souza da Silva per Eigentor und erneut Kamalow schraubten das Ergebnis in eine Etage, die Usadel als um ein bis zwei Tore zu hoch empfand. „Mit elf gegen zehn ist es natürlich schwierig. Da fragst du dich: Was machst du jetzt? Dass HR clever genug ist, um das Ding runterzuspielen, ist mir auch klar“, sagte Usadel, der in ersten Halbzeit Chancen von Emanuel Kwakye und Aygün notieren durfte. Diese Entlastung blieb in Unterzahl aus. Zusätzlich bitter: Stephan Weckwert schied nach einem Foul Ende des ersten Durchgangs verletzt aus.

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