Sportlerwahl des Jahres 2017 : Ehre, wem Ehre gebührt

Alle auf einen Blick: Die Sieger der Sportlerwahl 2017 auf dem Gruppenfoto mit A. Beig-Redaktionsleiter Jan Schönstedt (ganz rechts).
Alle auf einen Blick: Die Sieger der Sportlerwahl 2017 auf dem Gruppenfoto mit A. Beig-Redaktionsleiter Jan Schönstedt (ganz rechts).

In den Räumlichkeiten des A. Beig-Verlags in Pinneberg wurden die Gewinner ausgezeichnet.

shz.de von
04. März 2018, 08:00 Uhr

Pinneberg | Der Sport im Kreis Pinneberg liegt allein im Amateurbereich. Bei der Auszeichnung der von den Lesern dieser Zeitung gewählten Sportler des Jahres im Verlagshaus des A. Beig-Verlags durfte aber der Reflex auf die Profis nicht fehlen.

Ziel des gutmütigen Spotts von Andreas Nommensen war – wie könnte es dieser Tage anders sein – der abstiegsbedrohte Bundesliga-Dino Hamburger SV. „Ich sag’s mal so“, führte der als Macher des Jahres ausgezeichnete Offense-Koordinator der Elmshorn Fighting Pirates im Plauderton aus, „eher stehen wir im German Bowl, als dass der HSV Meister wird.“

Zu Scherzen aufgelegt: Macher des Jahres Andreas Nommensen von den Elmshorn Fighting Pirates.
Mustafa Qayumi
Zu Scherzen aufgelegt: Macher des Jahres Andreas Nommensen von den Elmshorn Fighting Pirates.
 

So viel also zu den Zielen der American Footballer des EMTV, die als Meister der Regionalliga Nord und Aufsteiger in die German Football League 2 zur Mannschaft des Jahres gewählt worden sind.

Pirates: Aufstieg (noch) nicht auf der Agenda

Nun liegt die Teilnahme am Endspiel um die Deutsche Meisterschaft für die Seeräuber aktuell natürlich auch noch in weiter Ferne. Zuvor diese überhaupt möglich wäre, müsste ein weiterer Aufstieg her. Der steht aber (noch) nicht auf der Agenda.

Spieler Torben Stockfleth formulierte es so: „Wir haben vorsichtig gesagt, dass wir in den oberen Tabellenbereich wollen, also die Plätze eins bis vier. Individuell sind aber genügend im Team, die sagen: Eine Meisterschaft ist immer ein Ziel.“

Mit Meisterschaften kennen sich Ju-Jutsu-Kämpferin Luzie Grutke als Sportlerin des Jahres und Schwimmer Arti Krasniqi als Sportler des Jahres bestens aus.

Grutke, die im Voting Krasniqis Teamkollegin Lea Boy knapp hinter sich gelassen hat, bedankte sich nach ihrer Auszeichnung bei ihrer Mutter. „Ich bin sehr dankbar für ihre Unterstützung. Auch in schwierigen Phasen hat sie mich immer motiviert, beim Kampfsport zu bleiben – und das hat sich ausgezahlt.“

Sportlerin des Jahres: Ju-Jutsu-Talent Luzie Grutke erhält von Patrick Tabel (links) aus der Sportredaktion ihre Trophäe.
Mustafa Qayumi
Sportlerin des Jahres: Ju-Jutsu-Talent Luzie Grutke erhält von Patrick Tabel (links) aus der Sportredaktion ihre Trophäe.
 

Krasniqi, der wegen einer Klausur am nächsten Morgen nicht sehr lange dem gemütlichen Teil des Abends beiwohnte, zählte Marseille seither zu seinen Lieblingsorten – gleich hinter seiner Heimatstadt im Kosovo.

„Da würde ich gerne mal wieder hin, dann aber zur Entspannung“, sagte er. Im August 2017 hatte Krasniqi an der Côte d’Azur bei der Junioren-Freiwasser-Europameisterschaft die Bronzemedaille gewonnen. Sportlich will er sich in seinem letzten Junioren-Jahr erneut für Europa- oder Weltmeisterschaften qualifizieren.

Stadtlauf = Breitensport par excellance

Für Breitensport par excellence steht der Elmshorner Stadtlauf, der zur Veranstaltung des Jahres gekürt wurde. Orga-Chef Olaf Seiler, Vorsitzender der Leichtathletik-Gemeinschaft Elmshorn blickte auf die 18. Auflage voraus: „Wir werden dieses Jahr volljährig; danach gucken wir auf die 20.“

Angesichts des Aufwandes lohne sich dies aber nur bei weiter so hohen Teilnehmerzahlen von 2000 an aufwärts. „Viele andere Veranstalter wären bei 1000 Teilnehmern plus X glücklich, aber für unser Konzept lohnt das nicht“, so Seiler.

Die American Footballer der Elmshorn Fighting Pirates nahmen gut gelaunt von Redaktionsleiter Jan Schönstedt den Preis für das Team des Jahres 2017 entgegen.
Mustafa Qayumi

Die American Footballer der Elmshorn Fighting Pirates nahmen gut gelaunt von Redaktionsleiter Jan Schönstedt den Preis für das Team des Jahres 2017 entgegen.

 

Allzu große Bedenken muss er sich aber kaum machen. Die Rückmeldungen waren einmal mehr rundum positiv. „Das Paket ist klasse“, stellte der LGE-Vorsitzende fest.

Als „Beleg für die Wertigkeit des Sports“ im Kreis Pinneberg bezeichnete A. Beig-Redaktionsleiter Jan Schönstedt die mehr als 38.000 eingegangenen Stimmen beim Voting zur Sportlerwahl 2017. „Auch diejenigen, die es nicht geschafft haben, auf dem ersten Platz zu landen, haben Herausragendes geleistet“, betonte Schönstedt.

Sportlerin des Jahres

1. Luzie Grutke (Ju-Jutsu) 41,03 Prozent

2. Lea Boy (Schwimmen) 36,45 Prozent

3. Anika Nießen (Leichtathletik) 12,79 Prozent

4. Ninja Rathjens (Reiten) 9,73 Prozent

Sportler des Jahres

1. Arti Krasniqi (Schwimmen) 37,01 Prozent

2. Luca Rohde (Bahnradfahren) 33,09 Prozent

3. Joshua Fock (Leichtathletik) 20,31 Prozent

4. Paul Moerler (Bogenschießen) 9,59 Prozent

Team des Jahres

1. Elmshorn Fighting Pirates (American Football) 54,6 Prozent

2. Blau-Weiß 96 Schenefeld (Floorball) 39,21 Prozent

3. VfL Pinneberg (Volleyball) 3,13 Prozent

4. SC Egenbüttel (Fußball) 3,06 Prozent

Macher des Jahres

1. Andreas Nommensen (American Football) 42,38 Prozent

2. Jörg Freyher (Schwimmen) 41,43 Prozent

3. Daniel Prade (Volleyball) 9,38 Prozent

4. Arne Steenbock (Fußball) 6,81 Prozent

Veranstaltung des Jahres

1. Elmshorner Stadtlauf (Leichtathletik) 44,07 Prozent

2. Holmer Pfingstturnier (Baseball) 35,86 Prozent

3. Bert-Meyer-Cup (Hallenfußball) 12,09 Prozent

4. Midlife-Classics (Tennis) 7,98 Prozent

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