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FC Elmshorn : Ehm und Schwarz müssen gehen

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fußball-Oberligist trennt sich mit sofortiger Wirkung vom Trainer und dem Sportlichen Leiter

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2014 | 16:06 Uhr

Paukenschlag an der Wilhelmstraße. Gestern Abend versandte der FC Elmshorn eine Pressemitteilung. Inhalt: Der Fußball-Oberligist trennt sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Bernhard Schwarz und seinem sportlichen Leiter Bert Ehm (kleines Foto).

Die Geschicke der Mannschaft sollen nun der bisherige Co-Trainer Bernd Ruhser und Sven Tepsic als dessen spielender Assistent leiten. „Und zwar genau in der Reihenfolge“, sagte FCE-Präsident Michael Homburg, der sich zu den Gründen für die überraschende Trennung in Schweigen hüllte. Nur soviel: „Es war ein einstimmiger Vorstandsbeschluss.“ Zudem verkündete Homburg: Vom SV Lurup kommt Routinier Manuel Kaladic an die Wilhelmstraße, wo der 33-Jährige schon von 2002 bis 2004 zu Rasensport-Zeiten für zwei Jahre gespielt hatte.

Die sportliche Bilanz des FC Elmshorn nach sechs Oberliga-Spielen liest sich in den Augen des erfolgsverwöhnten Anhangs desaströs: Nur der glückliche 3:2-Auftaktsieg über den TSV Buchholz 08 steht dort auf der Habenseite. Anschließend hagelte es vier – teilweise sehr deutliche – Niederlagen am Stück. Hinzu kommt das Pokalaus in der ersten Runde des Oddset-Cups mit 0:1 gegen Lurup.

Gebetsmühlenartig hatte der in der Sommerpause vom TSV Sparrieshoop (Bezirksliga) gekommene Schwarz in den vergangenen Wochen um Geduld gebeten: zehn Abgänge, Neuzugänge zu einem großen Teil aus der Bezirksliga, dazu viele Verletzte wie am Freitag beim 0:3 gegen Curslack-Neuengamme auch die als Führungsfiguren eingeplanten Patrick Ziller und Patrick Scheidt. Diese Geduld hat die Führungsetage des Klubs ihm nun nicht mehr gewährt.

Andererseits ist der holprige Saisonstart nicht weiter überraschend. Auch nicht für Vereinspräsident Homburg. „Wir haben im Budget den Gürtel ganz klar enger geschnallt mit dem Ziel, uns zu konsolidieren“, so der Mann, der erst vor zwei Monaten die Nachfolge von Helge Melzer angetreten hat. Die laufende Spielzeit solle eine Übergangssaison sein – allerdings ohne etwas mit dem Abstieg zu tun zu haben. Im Abstiegskampf aber steckt der FCE mitten drin – auch wenn noch 29 Partien zu spielen sind.

Ein anderer Kritikpunkt an Schwarz und Ehm könnte die Personalpolitik sein. Spieler – auch preisgünstige – aus der Umgebung sollten nach den Vorstellungen des Vereins das Grundgerüst der Mannschaft bilden. Diesen „Elmshorner Weg“ will Homburg zwar nicht dogmatisch verstanden wissen, aber die Hälfte der im Sommer gekommenen Neuzugänge stammt aus Hamburg. Zuletzt kam in Alexandros Tanidis gar ein Bayer, den es nur des Fußballs wegen in den hohen Norden verschlug. Fragen danach lässt Homburg unbeantwortet. Den einzigen Kommentar, den sich der Vereinsboss erlaubt, ist dieser: „Ich finde es schade, dass meine Amtszeit mit so etwas anfängt, aber die Entscheidung ist richtig.“

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