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Springreiten : Duo mit Derby-Ambitionen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Springreiten: Kreis-Pinneberger Nagel und Lüneburg wollen Erfolg in Klein Flottbek wiederholen / Meyer verzichtet auf Großen Preis von Hamburg

Klein Flottbek | Es ist 20 Jahre her, dass zum letzten Mal ein Ausländer das Deutsche Spring-Derby in Hamburg gewann. Der Brasilianer Nelson Pessoa triumphierte damals zum siebten Mal. Für die Dominanz der deutschen Starter in der Folgezeit auf dem 1 250 Meter langen Naturparcours mit 17 Hindernissen und 26 Sprüngen waren auch immer wieder Reiter aus dem Kreis Pinneberg verantwortlich.

Von den „einheimischen“ Siegern Sören von Rönne (Neuendeich/2002), Carsten-Otto Nagel vom Holmer Moorhof (1999/2010) und Nisse Lüneburg (Hetlingen/2012) wollen sich letztere zwei am Sonntag erneut um ein Stück vom Preisgeldkuchen (100 000 Euro) bemühen. Zuvor stehen allerdings die zwei Qualifikationen an. „Es ist schon wichtig, beide wahrzunehmen“, sagte Carsten-Otto Nagel – obwohl er mit Lex Lugar einen Routinier unter sich weiß. Der 14-jährige Oldenburger, der nach seinem Derbysieg 2012 im vergangenen Jahr im Stechen nur knapp den Kürzeren zog, braucht auch Einlaufprüfungen. „Er ist in Jesteburg und Bremen auf kleinen Turnieren Nullrunden gegangen und fühlt sich gut an“, sagte der 51-Jährige.

Auch Nisse Lüneburg (25), der auf dem benachbarten Margaretenhof in Wedel arbeitet, will beide Qualifikationen am Donnerstag (9.20 Uhr) und Freitag (14.15 Uhr) reiten. Der Holsteiner Calle Cool (17) – zuvor lange Jahre bei Nagel erfolgreich –, der dem Hetlinger 2012 den Derby-Coup ermöglichte, sich im vergangenen Jahr aber vier Abwürfe leistete, macht trotz seiner 17 Lenze „einen frischen Eindruck“ wie sein Reiter bekundete. Gefreut hat sich Lüneburg über die Startgenehmigung des Bundestrainers für die Rahmenprüfungen. Neben Call me Sox (7) in der Youngster-Tour darf er in den schweren Springen auch den beim Großen Preis von Redefin erfolgreichen Wallach Westbridge reiten.

Janne Friederike Meyer (Stall Friedrichshulde) hat keine Derby-Ambitionen. Sie wird Luke McDonald, der in Nörten-Hardenberg in der Form noch rückständig wirkte, nur zum Test in der 1. Qualifikation satteln. „Ich bin gespannt, wie sich Charlotta in den schweren Springen machen wird“, sagte die Schenefelderin, die sonst noch Goya und Grace reiten will. Den Großen Preis von Hamburg am Sonnabend (CSI5*), bei dem sie mit Cellagon Lambrasco 2013 Vierte wurde, will sie ihren Pferden noch nicht zumuten.

Nagel hat mit Corradina und Holiday by Soliture zwar geeignete Kandidaten für die Topklasse in seinem Stall. Da aber beide derzeit nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte sind, wird sich Nagel mit Queen Windsor (8) bei den Youngstern und Ultima (10) begnügen, die gerade in Tasdorf den Großen Preis (CSI**) gewann. Und schließlich reitet er mit Lex Lugar einen heißen Derby-Favoriten, der auswärtige Gäste erneut in die Warteschleife befördern könnte.

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