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Fußball-Verbandsliga : Dreierpacks im Doppelpack

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kevin Dittmann und Michel Gorny erzielen beim 7:1 des VfR Horst über TSV Gadeland jeweils drei Tore

shz.de von
erstellt am 30.Nov.2015 | 00:32 Uhr

„So früh haben wir noch nie 3:0 geführt“, wunderte sich Uwe Lohse, lange Jahre Vorstand und auch Vorsitzender des Fördervereins des VfR Horst, als Kevin Dittmann mit einem abgefälschten 18-Meter-Schuss auf Vorarbeit von Paris Bruhn für die Südsteinburger Verbandsligafußballer nach 39 Minuten im Prinzip schon alles klar machte. Der TSV Gadeland war auf dem Kunstrasen an der Heisterender Chaussee nur ein Spielball für den VfR, der mit 7:1 gewann.

Was es aber noch nie gab: Nach dem höchsten Horster Saisonsieg musste sich Co-Trainer Frank Schlüter schon fast dafür rechtfertigen, dass der ganz in Weiß angetretene Gastgeber kein zweistelliges Ergebnis herausgeholt hatte. Besonders Michel Gorny drohte Opfer des Spotts zu werden, nachdem er in der 65. Minute innerhalb des Strafraums am leeren (!) Tor vorbeischoss und kurz darauf wegen einer angeblichen Abseitsstellung zurückgepfiffen wurde. Schon in der ersten Halbzeit war ein Kopfball von ihm von einem Neumünsteraner Abwehrspieler auf der Torlinie geklärt worden.

Wenn’s aber einfach nicht klappt, dann eben schwierig. Denn den von Jan Behrendt geschlagenen Ball hätte nicht jeder Akteur auf dem Platz so gekonnt mit dem rechten Fuß aus der Luft gepflückt und kontrolliert wie er, um ihn dann zum 6:1 zu versenken. Mit dem Schlusspfiff erhöhte Gorny auf 7:1 und Trainer Lars Lühmann durfte sich dazu beglückwünschen, den scheinbar glücklosen Stürmer nicht vorher schon vom Feld geholt zu haben. „Ich habe ihn extra draufgelassen und er sich zwei Mal belohnt“, lachte Lühmann während sein Assisten Schlüter die psychologische Komponente dieser beiden Tore hervor hob.

Michel Gorny war nicht nur wegen seines Dreierpacks – er hatte auch das 2:0 erzielt – der Mann des Spiels. Der Abpraller seines Lattenknallers ermöglichte Kevin Dittmann als zweitem Dreipack-Torschützen des Tages das 4:0. Anschließend bereitete der mit jetzt zehn Saisontoren bester Horster Torschütze dem jungen Paris Bruhn nach dem initialen Pass von Marcel Vogt auch noch das 5:0 vor.

Der TSV Gadeland fand praktisch gar nicht statt. Nur Anfang der zweiten Halbzeit bewegten sich die Gäste ein wenig in Richtung Horster Tor, ohne sich diesem wirklich gefährlich zu nähern. Der Ehrentreffer war ein Foulelfmeter in der 84. Minute, der bei einem anderem Spielstand sicher für mehr Diskussionen gesorgt hätte. Micha Dehner hatte Peter Dzierzawa allenfalls leicht berührt.

Ansonsten hielt Horst das Tempo trotz des Vorsprungs hoch. „Das ist das, was wir auch von der Mannschaft gefordert haben“, so Schlüter, der über die liegen gelassenen Chancen bei einem 7:1 hinwegsehen konnte.

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