Handball-Entscheidungsspiele : Drama in Uetersen, Freudensprünge in Moorrege

Frauen des TSV Uetersen verpassen Aufstieg in die Hamburg-Liga, MSV feiert den Klassenerhalt.

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16. Mai 2018, 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Die letzten Entscheidungen in der langen Handball-Saison standen an, das Ergebnis: Licht und Schatten für die Mannschaften aus dem Kreisgebiet. Während der TSV Ellerbek III bei den Männern sowie der TSV Uetersen bei den Frauen jeweils in der Aufstiegsrelegation zur Hamburg-Liga scheiterten, machten die Männer des Rellinger TV unter Trainer-Oldie Georg Pohl den Aufstieg in die Landesliga perfekt.

Zittern müssen noch die Frauen des Moorreger SV III, die ihr Relegationsspiel gegen den FC St. Pauli II zwar kampflos gewannen, aber wohl trotzdem nicht in die Landesliga aufsteigen dürfen, da alle Plätze wohl schon besetzt sind.

MSV-Frauen feiern

Den größten Jubel aber gab es bei den ersten Frauen des Moorreger SV, die zum Zuschauen verdammt waren, als es um die Frage ging, ob sie in der Hamburg-Liga verbleiben dürfen. Drei Faktoren spielten dabei eine Rolle für die Schützlinge von Andree Buhse – und alle mussten passen.

Faktor 1: Platz elf in der Abschluss-Tabelle, Faktor 2: Klassenerhalt des TuS Esingen in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein und Faktor 3: Aufstieg der SG Bergedorf/VM aus der Hamburg-Liga in die Oberliga. Letztlich: Ziel erreicht ohne eigenes Zutun.

Buhse dazu: „Wahnsinn, wir bleiben als kleines Dorf in der Liga.“

Bei den Frauen des TSV Uetersen spielte sich unter Neutrainer Bernd Ramspott ein Drama ab. Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg unterlag der TSV dem Eimsbütteler TV mit 30:33 (14:13, 28:28) nach Verlängerung. Sandra Ristedt hatte zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung die Chance zum 31:30 per Siebenmeter vergeben, danach hatte der ETV laut Ramspott die „bessere Luft“.

Ellerbek III verliert deutlich, Rellingens Dirk Sichelschmidt zeigt Nervenstärke

Bei den Herren vergab der TSV Ellerbek III die Chance zum Landesliga-Aufstieg beim klaren 18:23 (8:12) gegen den FC St. Pauli II. Der Rellinger TV konnte sich bei Dirk Sichelschmidt bedanken, der in der 59. Minute einen Siebenmeter zum vorentscheidenden 21:19 (Endstand 21:20) gegen den TH Eilbeck II zum umjubelten Wiederaufstieg verwandelte.

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