Handball-Oberliga : Diese „Gurken“ wollen hoch

Kann erstmals nach ihrer langen Verletzung wieder mitwirken: Nadine Cramer.
Kann erstmals nach ihrer langen Verletzung wieder mitwirken: Nadine Cramer.

Schweres Match in der Harbig Halle: Der Aufstiegsaspirant HSG Kropp/Tetenhusen gastiert am Sonntag beim TSV Ellerbek

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09. November 2013, 16:00 Uhr

Wer umgangs-sprachlich von „Gurken“ spricht oder an „gurkende“ Autofahrer denkt, hat gemeinhin keine positiven Assoziationen. Die Handballfrauen des TSV Ellerbek, die am Sonntag im Spitzenspiel der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein auf die HSG Kropp/Tetenhusen treffen (16 Uhr, Harbig-Halle), werden sich allerdings nicht von diesen Begrifflichkeiten täuschen lassen. Dass sich die Gäste „Die Gurken“ nennen, ist auf das kräftige Grün in den Vereinsfarben zurückzuführen und deutet keinesfalls auf eine vermeintliche Leistungsschwäche hin. Im Gegenteil: Die HSG hat in der laufenden Serie erst einen Punkt abgegeben und will Meister werden.

Für Ellerbeks Trainer Timo Jarama ist Kropp/Tetenhusen nach dem Verletzungspech des ATSV Stockelsdorf der erste Titelanwärter. „Die Mannschaft ist eingespielt, hat starke Torhüterinnen und in Imke Seidel eine herausragende Rückraumschützin“, sagte er. Dass jene 20-Jährige zuletzt beim 31:21 gegen die SG Alstertal-Langenhorn wegen einer Handverletzung pausieren musste, zeigt aber auch, dass das Team Ausfälle kompensieren kann. Regisseurin Sarah Jörgensen warf sieben Tore und führte die junge HSG-Mannschaft zum Sieg.

Co-Trainerin Lena Leptien sieht bei Ellerbek die besseren Individualistinnen und setzt bei ihrem Team auf die große Geschlossenheit. Wie Chef-Coach Dirk Schlegel, der erst kurz vor Saisonbeginn den neu verpflichteten Randolph Weyland ersetzte, erwartet sie ein Spiel „auf Augenhöhe“. Timo Jarama, dessen Crew in der Defensivarbeit an Stabilität gewonnen hat, gibt sich selbstbewusst. Der Trainer kann wieder (auch auf dem Feld) auf die langzeitverletzte Nadine Cramer zurückgreifen und bietet seinen bestmöglichen Kader auf. „Der Weg zum Meistertitel führt für die HSG nur über den TSV Ellerbek“, sagte Jarama. Daran werde auch eine TSV-Niederlage nichts ändern.

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