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Speedway in Brokstedt : Die Wikinger holen den deutschen Meistertitel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Wikinger holen erstmals nach 17 Jahren wieder den deutschen Meistertitel auf dem Holstein-Ring.

shz.de von
erstellt am 08.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Brokstedt | 4000 Fans auf dem Brokstedter Holstein-Ring waren begeistert, die Fahrer und Verantwortlichen des MSC Brokstedt sowieso: 17 Jahre nach ihrem bisher letzten Titelgewinn haben die Wikinger die Deutsche Speedway-Meisterschaft gewonnen. In einem packenden Finale auf dem heimischen Terrain haben die holsteinischen Stahlschuhartisten in der Bundesliga doch noch den AC Landshut abgefangen. Die Bayern hatten in den vergangenen fünf Jahren gewonnen.

Ein besonderer Erfolg ist der Brokstedter Titelgewinn für Matthias Kröger. Der 45-jährige Dauerbrenner aus Bokel zählte bereits 1997 zum Meisterteam des MSC, das damals in Güstrow den ersten Brokstedter Titel im deutschen Speedway-Oberhaus geholt hat. Kröger jubelte: „Zweimal Deutscher Meister mit demselben Verein zu werden in einem Abstand von 17 Jahren schaffen wohl nicht so viele Sportler.“

Der MSC Brokstedt war mit der schweren Hypothek eines Sieben-Punkte-Rückstandes aus dem ersten Finallauf in den Renntag gegangen. Zudem hatte sich beim 43:50 in Landshut am Tag der Deutschen Einheit der engagierte Däne Peter Kildemand verletzt. Mit Robert Miskowiak (Polen) konnte MSC-Teammanagerin Sabrina Harms jedoch einen Ersatzfahrer verpflichten, der letztlich mit seinen 13 Punkten zu einem Garant für den Titelgewinn werden sollte.

Der Deutsche Speedway-Mannschaftsmeister 2014 ist der MSC Brokstedt, der sich mit einem 53:40 im Finale auf dem Holsteinring gegen den AC Landshut durchsetzen konnte.
Der Deutsche Speedway-Mannschaftsmeister 2014 ist der MSC Brokstedt, der sich mit einem 53:40 im Finale auf dem Holsteinring gegen den AC Landshut durchsetzen konnte. Foto: MSC Brokstedt
 

Nach vier deutlichen Laufsiegen zum Auftakt setzten die „Wikinger“ gegen Landshut bereits früh ein deutliches Zeichen. Scheinbar elektrisiert durch die Kulisse, die Fans in Brokstedt sorgten für eine perfekte Stimmung die an die goldenen Zeiten des Bahnsports in den 1980er Jahren erinnerten, fuhren die Schleswig-Holsteiner Punkt um Punkt ein und nährten im Verlauf des Rennens, welches auf einer bestens präparierten Bahn stattfinden konnte, die Hoffnung auf den Titelgewinn.

Im vorletzten Lauf des Tages sorgten Robert Miskowiak und Tobias Kroner mit einem 4:2-Erfolg für die Entscheidung. Am Ende wurde mit dem 53:40-Heimsieg nicht nur der Rückstand aus dem ersten Finale aufgeholt sondern auch der Deutsche Meistertitel unter Dach und Fach gebracht. MSC-Mannschaftskapitän Tobias Kroner: „Heute hat bei uns alles gepasst. Wir hatten uns viel vorgenommen und haben unser Ziel letztlich erreicht.“

Jan Härtel, Teammanager des AC Landshut, sprach von einem verdienten Meisterschaftsgewinn der Brokstedter. „Vielleicht wurde es einfach Zeit für eine Ablösung“, sagte er.

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