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Geschwister im Sport : Die schnellen Brüder aus Rantzau

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Warum die Breuels nicht nur beim Fußball Gas geben und die Jensens als Süßigkeit durchgehen

Als Kinder fangen Geschwister oft den gleichen Sport an. Wie es ist, wenn sie auch im Erwachsenenalter dabei bleiben und vielleicht sogar in einer Mannschaft spielen, erzählen sie in einer losen Serie. Heute: Marvin und Marco Jensen sowie Nico und Phil Breuel vom Fußball-Bezirksligisten SSV Rantzau.

Echte Barmstedter Jungs sind sie, die Brüder Marvin (27) und Marco „Jey“ (24) Jensen. Völlig klar also, dass sie dann auch beim SSV Rantzau ihrem Sport nachgehen. „Ich hatte schon immer einen Ball am Fuß“, erinnerte sich der ältere der beiden Brüder zurück. Auch daran, dass „die Eltern aber darauf bestanden haben, dass ich erst das Seepferdchen mache“, fügte er lachend im Gespräch hinzu. Bruder Marco konnte sich dabei ein Grinsen genauso wenig verkneifen wie das zweite Brüderpaar in dieser Runde: Nico und Phil Breuel.

Marvin Jensen lernte also erst Schwimmen, ehe er „mit fünf Jahren in den SSV eingetreten ist. In diesem Verein ist der Maschinen- und Anlagenführer, der ab August gerne seinen Meister in Papiertechnik machen will, immer noch aktiv. Genau wie Marco Jensen, der mit „etwa sechs Jahren“ dem Vorbild des großen Bruders folgte. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Brüdern ist, dass sich Marco aus beruflichen Gründen aus der ersten Mannschaft zurückgezogen hat und inzwischen im offensiven Mittelfeld der Reserve spielt. Wenn allerdings Not am Mann ist, ist er natürlich zur Stelle. Zusammen mit Marvin. Die Rantzauer „m&m’s“ sozusagen.

Völlig anders ist dies beim zweiten Bruderpaar, Nico (23) und Phil Breuel (21). Beide haben beim TuS Hemdingen das Fußballspielen erlernt und sind erst später zum SSV Rantzau gekommen. Ausschlaggebend hierfür war wohl die Trennung der Eltern. Während die Mutter nach Wedel zog, folgten die Kinder ihrem Vater nach Barmstedt. Der jüngere der beiden, Phil, hat dabei ein etwas bewegteres Sportlerleben hinter sich. Auch Phil ist zwar „etwa nach fünf, sechs Jahren“ zum SSV gegangen. Dann jedoch zog es ihn zum BMTV, wo er den Fuß- gegen den Handball eintauschte. „Da war ich drei Jahre“, so Phil Breuel, der schließlich dem Ruf des HSV Handball folgte. Es folgten zwei harte Jahre mit Training an fünf Tagen die Woche. Lohn dieser Quälerei war Handball auf höchstem Jugend-Level und die Berufung in die Landesauswahl. „Aus beruflichen Gründen musste ich dann jedoch kürzer treten“, so der Kfz-Mechatroniker, der heute in Quickborn arbeitet – jener Stadt, wo er dann nach seiner Zeit beim HSV auch sportlich wieder Fuß gefasst hatte – beim TuS Holstein Quickborn. Wieder Fußball. Um nach kurzer Zeit endgültig zu Rantzau zurückzukehren.

Dort traf er dann auf seinen älteren Bruder Nico, der einen geradlinigeren Weg beschritten hat. In der Bezirksliga-Mannschaft sind er und seine Tore kaum noch wegzudenken. Was beide noch verbindet, sind schnelle Autos und starke Motorräder. Nico, von Beruf Konstruktionsmechaniker und Schweißer, nennt einen Ford Mustang V mit 304 PS sowie eine Yamaha R1 mit 1000 Kubikzentimeter Hubraum sein Eigen. Sein jüngerer Bruder muss sich mit einem Golf V GTI mit „nur“ rund 200 PS sowie einer Yamaha R6 mit 600 ccm begnügen. Die Leidenschaft zu den Motorrädern haben sie vom Vater geerbt. „Motorcross ist was absolut Geiles“, schwärmen die Breuel-Brüder mit leuchtenden Augen.

Glänzende Augen bekommen dann alle vier, als sie zum Abschluss des Gespräches noch etwas ganz Persönliches loswerden wollen. „Wir möchten uns bei unserem Ultra-Fan M. Wölk bedanken, der auch sehr oft nach Spielende bei uns mit im Spielerkreis ist“, so das Quartett. Wölk, der unter anderem ein Trikot mit den Unterschriften aller Spieler in seinem Besitz hält, freut sich und leidet mit der Mannschaft, als ob er selbst auf dem Platz mitgespielt hätte.


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