Fussball-Landesliga : Die Oberliga-Rückkehr ist perfekt

Geschafft: Die Landesliga-Fußballer des Wedeler TSV bejubeln die Vizemeisterschaft in der Landesliga. Am letzten Spieltag setzte sich der WTSV mit 3:2-Erfolg gegen Germania Schnelsen durch.
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Geschafft: Die Landesliga-Fußballer des Wedeler TSV bejubeln die Vizemeisterschaft in der Landesliga. Am letzten Spieltag setzte sich der WTSV mit 3:2-Erfolg gegen Germania Schnelsen durch.

Der Wedeler TSV setzt sich mit 3:2 gegen Germania Schnelsen durch. Aytac Erman erzielt Hattrick.

shz.de von
23. Mai 2016, 16:00 Uhr

Sofort nach dem Abpfiff küssten die Sektkorken den grau-blauen Himmel. Bei hochsommerlichen Temperaturen beendeten die Landesliga-Fußballer des Wedeler TSV die Saison im Hochgefühl. Das 3:2 (1:1) gegen Germania Schnelsen bedeutete nicht nur die Vizemeisterschaft in der Hammonia-Staffel, sondern aufgrund des Aufstiegsverzichts des SC Poppenbüttel (Meister der Hansa-Staffel) auch die Rückkehr nach fünf Jahren in die Oberliga. Auf Koordinator Frank Ockens, der am Tag vorher schon seinen 41. Geburtstag gefeiert hatte, wartet die schwere Aufgabe, das Team für die höchste Hamburger Spielklasse stark genug aufzustellen.

Zwischendurch drohte ein Zerwürfnis der Trainer Heiko Barthel und Thorsten Zessin, der daraufhin in den Fußball-Vorstand wechselte, das TSV-Lager zu spalten. Walter Zessin, der Ligaobmann, hielt an Barthel fest, um den Erfolg nicht zu gefährden. Barthel wiederum ist verärgert, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde: Vizemeister, Pokalhalbfinalist. „Was will der Club denn noch?“ Die Erfolgsgemeinschaft bricht auseinander. Aus Solidarität mit Barthel gehen auch Fitnesstrainer Dennis Schoppe, Torwarttrainer André Pätzel, Betreuer Jockel Möller, Manager Christopher Dobirr und mehrere Spieler. Die im Wedeler Fußball seit etlichen Jahren einflussreiche Familie Zessin hat wiederum den Förderkreis hinter sich. Das alles war (nur) an diesem Tag kein Gesprächsstoff.

Beim unglücklichen Abstieg 2011 hatte der damalige Trainer Berkan Algan geweint. Diesmal flossen dank der drei Treffer von Aytac Erman ausschließlich Tränen der Freude.

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