American Football : Die Misere hält an

Bedrängt von zwei Potsdamer Spielern läuft Keith Alondo Smith (Mitte) für die Pirates einmal übers Feld in die Endzone der Gäste.
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Bedrängt von zwei Potsdamer Spielern läuft Keith Alondo Smith (Mitte) für die Pirates einmal übers Feld in die Endzone der Gäste.

Football: Fighting Pirates unterliegen Potsdam 2:28 / Maurice Woodard kommt in der Woche zurück

shz.de von
26. Mai 2015, 16:00 Uhr

Die spektakulärsten Punkte durften die Elmshorn Fighting Pirates für sich verbuchen, die Zähler für die Tabelle aber die Potsdam Royals. Soll heißen: Die American Footballer des EMTV haben in der 2. Bundesliga Nord gegen den Aufsteiger aus Brandenburg 2:28 (0:6, 2:20, 0:0, 0:2) verloren. Die Pirates reagieren auf die saisonübergreifend 14. Pleite in Folge mit einer Rückholaktion: Der US-Amerikaner Maurice Woodard stößt wieder zum Team, das sein Landsmann Anthony Hughes wie berichtet verlassen hat.

Inzwischen macht sich der Negativlauf der Pirates auch auf den Zuschauerzuspruch bemerkbar. Sonnabend kamen „nur“ noch 250 Fans ins Krückaustadion. Beim American Day vor drei Wochen waren es 2500. Aber auch das Elmshorner Publikum will letztendlich Erfolge sehen. Davon waren die Pirates aber erneut ein gutes Stück entfernt, auch wenn Pressesprecher Olaf Mai feststellte: „Der Gegner war nicht übermächtig.“

Aber zu gut für die Seeräuber, bei denen der angeschlagene Quarterback Mathias Lilhauge entgegen der Vermutung seines Headcoaches Jörn Maier trotz einer Oberschenkelblessur durchhielt, aber in seinen Bewegungen sichtbar eingeschränkt war. Er brachte auch einige Pässe an, aber insgesamt war es zu wenig – auch wenn die Hausherren statt eines sicheren Fieldgoals in der zweiten Halbzeit einige Male auch den vierten Versuch ausspielten. „Wir sind derzeit nicht in der Lage, Punkte zu machen“, beobachtete der Pirates-Vorsitzende Jörg Lorenz, der sich zumeist sportlicher Kommentare enthält.

Bezeichnender Weise war es in Keith Alondo Smith ein Defensespieler, der die einzigen Elmshorner Punkte aufs Tableau zauberte. Er fing beim Stand von 0:26 den Pass einer Two-Point-Conversion der Gäste ab und trug das Ei über das gesamte Spielfeld in die Potsdamer Endzone. „Leider gab es dafür nur zwei Punkte, verdient hätte er weitaus mehr“, so Lorenz. Das Regelwerk ist an dieser Stelle aber unerbittlich: Sechs Punkte für einen Touchdown gibt es nur, wenn dieser aus dem Spiel heraus erzielt wird.

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