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Fussball-Oberliga : Die „Kreis-Wilderer“ aus Wedel

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

WTSV sieht sich bestens für die Zukunft aufgestellt. VfL Pinneberg gastiert beim designierten Meister / HR vor Abstieg.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Egal ob in Pinneberg an der Fahltsweide, in Halstenbek am Lütten Hall oder in Bönningstedt an der Ellerbeker Straße: Bei den Heimspielen ihrer Staffel- und Kreiskonkurrenten traf man in den vergangenen Wochen und Monaten stets einen Verantwortlichen des Wedeler TSV an. Die Umtriebigkeit von Sportdirektor Frank Ockens und Co. hatte einen speziellen Grund: Der hiesige Fußball-Oberligist bastelt am Kader für die neue Saison – und das erfolgreich.

Eine Tatsache, von der auch die Konkurrenz längst Kenntnis genommen hat. „Du kannst gehen, du kriegst keine Spieler mehr von uns“, rief Heiko Barthel, Trainer der SV Halstenbek-Rellingen, vor wenigen Wochen seinem ehemaligen Trainerkollegen Thorsten Zessin (Fußball-Vorstand des WTSV) am Rande einer Begegnung am Lütten Hall zu. Es war ein lockerer Spruch, der dennoch die aktuelle Entwicklung aufzeigt: Der WTSV wildert im Kreis. Mit Christian Dirksen, Tim Vollmer (beide VfL Pinneberg), Tim Jeske und Fernando Roesler (beide HR) finden zur neuen Saison gleich vier Kreisakteure den Weg ins Elbestadion. „Weitere Spieler aus dem Kreis werden wohl nicht folgen“, sagt Ockens, der den Club auf einem guten Weg sieht. „Wir haben den Grundstein gelegt, sind sehr gut aufgestellt – sowohl finanziell als auch sportlich. Wir wollen uns in der kommenden Saison weiter in der Liga etablieren“, so die – zumindest nach außen hin – zurückhaltende Aussage des Sportdirektors. Erst einmal gilt der Fokus von Ockens und Co. jedoch dem heutigen Heimspiel gegen Altona 93, mit dem man angesichts der 2:5-Hinspielpleite noch eine offene Rechnung zu begleichen hat.

Ganz andere Sorgen plagen die SV HR. Der Abstieg in die Landesliga ist so gut wie besiegelt – acht Punkte Rückstand bei drei ausbleibenden Partien – und neben den bereits bekannten Wechseln Jeskes und Roeslers drohen weitere Abgänge. Arbeitsreiche Tage warten somit auf Oliver Berndt, seinerseits Sportlicher Leiter am Lütten Hall. „Wir sind in Gesprächen. Es wird zur neuen Saison aber definitiv ein Umbruch stattfinden“, so Berndt, der die ersten Neuzugänge für die vermeintliche Landesliga-Spielzeit vermelden kann. Die Brüder Patrick (SC Ellerau, Tor) und Marcel Jobmann (Niendorfer TSV II, Angriff) schließen sich HR an.

Abschied nehmen muss auch der SV Rugenbergen. Allerdings nicht von der Oberliga. Der Klassenerhalt ist trotz Ergebniskrise in der Hinrunde mit elf sieglosen Spielen in Folge vorzeitig gesichert. Zudem könnte Wedel als aktuell bestes Kreisteam sogar noch überholt werden. Die Blicke in Bönningstedt richten sich jedoch auf ein Dreiergespann. Torhüter Dennis Schultz (33) sowie Kapitän Jan Melich (33) beenden ihre Fußballer-Karriere. Auch Co-Trainer Knut Aßmann (50) hört auf. Am 20. Mai (14 Uhr, Ellerbeker Straße) wird das Trio während eines Spaßkicks zwischen den Teams „Legenden Schultz/Melich“ und „Legenden Rasensport Elmshorn, unter anderem mit Aßmann und SVR-Chefcoach Ralf Palapies, offiziell verabschiedet. Schonen wird Trainer Palapies aber zumindest seinen scheidenden Kapitän nicht. „Er will noch so viele Minuten wie möglich absolvieren.“ So auch am Sonntag ab 13 Uhr gegen den bereits abgestiegenen Klub Kosova.

Lange Zeit sah es so aus, als würde der VfL Pinneberg die Hamburger in die Landesliga begleiten. Ein imposanter Schlussspurt (sechs Siege aus den letzten neun Partien) brachte jedoch die vorzeitige Rettung. Heute Abend (19 Uhr) stellt sich der VfL beim designierten Meister TuS Dassendorf vor. Angesichts des sicheren Klassenerhalts keine gänzlich unangenehme Aufgabe mehr.

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