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Reitsport : „Die Konkurrenz ist freundschaftlich“

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Springreiten: Janne Friederike Meyer spricht vor dem Finale der DKB-Riders-Tour über ihr Verhältnis zu Carsten-Otto Nagel

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 16:00 Uhr

In Münchens Olympiahalle findet seit gestern der Showdown der DKB-Riders Tour 2015 der Springreiter statt. Die sechste Etappe der internationalen Serie birgt nochmal Spannung und Punkte und verspricht allerfeinsten Sport mit der Entscheidung am Sonntag. Mittendrin und im Fokus des Fans ist die Ranking-Queen der DKB-Riders Tour, Janne Friederike Meyer aus Schenefeld. Mit 51 Punkten führt sie die Tabelle an, der Vorsprung auf den Zweitplatzierten, Christian Ahlmann (Marl), beträgt komfortable 16 Zähler. Dennoch, so verrät Meyer im Interview, bleibt sie mit Blick auf die Tabelle gelassen.

Frau Meyer, Ihr Ziel kann ja nur der Sieg in der DKB-Riders Tour sein oder?
Janne Friederike Meyer: Na klar. Ich freue mich über den komfortablen Vorsprung. Das ist eine schöne Ausgangssituation, die wir uns in der Saison erarbeitet haben und ich bin stolz auf unsere konstanten Leistungen. Man darf nun allerdings nicht glauben, dass das in München ein Selbstläufer wird. München ist das erste Hallenturnier der Tour. Christian Ahlmann ist ein Top-Reiter und hat mit Colorit ein Pferd, das schon in München den Großen Preis gewonnen hat und in diesem Jahr auch in Hagen a.T.W. die erste Etappe. Wir haben unsere Punkte alle draußen geholt. Also wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich lieber draußen reiten.

Wie gut sind Ihre Pferde Goja und Co. denn drauf?
Die Pferde sind fit. Goja und Charlotta sind gut in die Hallensaison gestartet und hatten die letzten beiden Wochen eine kleine Pause. Ich wollte eigentlich mit jungen Pferden nach Chemnitz, musste das aber leider absagen, weil mein Rücken Probleme gemacht hat. Aber Goja und Charlotta sind gesund und das ist die Hauptsache. Chloé kommt mit für die Youngstertour und alle Pferde waren im vergangenen Jahr auch schon in München am Start. Nun müssen wir mal sehen, wie sie die Erfahrungen der letzten zwölf Monate in der Olympiahalle umsetzen.


Im Jahr 2008 hat Carsten-Otto Nagel aus Wedel die DKB-Riders Tour gewonnen. Sie waren Zweite und beide in den Schlagzeilen. Welche Erinnerung haben Sie an den Erfolg?
Ich habe tolle Erinnerungen daran, weil das auch der Start war für viele gemeinsame Nationenpreis-Einsätze von Carsten und mir und die ´Konkurrenz´ war immer freundschaftlich. Wir haben uns jeder für den anderen gefreut und wir haben auch zusammen gefeiert.


„Rider of the Year“ zu werden, welche Bedeutung hat das für Sie und welche Botschaft geht von dem Titel aus?
Für mich persönlich wäre die Botschaft, dass es Goja und mir – mit Hilfe von Cellagon Anna beim Derby – gelungen ist, Konstanz zu zeigen. Das ist mir sehr wichtig, denn Konstanz ist ja auch maßgeblich für Nationenpreise und für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr. Wir haben die ganze Saison über in technisch anspruchsvollen Parcours mit unterschiedlichen Rahmenbedingungen, auf kleinen Sand- oder großen Grasplätzen, Leistung gezeigt. Und all diese Herausforderungen hat Goja immer souverän gemeistert. Ich finde das ist eine tolle Botschaft. 

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