Fußball-Oberliga : Die Karten werden neu gemischt

In der vergangenen Saison trennte sich der VfL Pinneberg um Flemming Lüneburg (rechts) auf heimischem Geläuf mit einem 1:1-Unentschieden von Stefan Murrins und der TuS Dassendorf.
1 von 2
In der vergangenen Saison trennte sich der VfL Pinneberg um Flemming Lüneburg (rechts) auf heimischem Geläuf mit einem 1:1-Unentschieden von Stefan Murrins und der TuS Dassendorf.

VfL Pinneberg verspricht sich zum Saisonstart mehr Zuschauer. SVR in der Favoritenrolle. HR richtet Blick nach unten.

shz.de von
31. Juli 2015, 16:00 Uhr

,,Die Anwesenheitsliste meiner Mannschaft sieht aus wie ein Lottoschein für eine Million Euro – überall Kreuze“, ärgert sich Michael Fischer, Trainer der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg. Die Kreuze in Fischers Block stehen für die abwesenden Kicker und das waren in der Vorbereitung auf die neue Spielzeit ganz schön viele. Fischer: ,,Vieles ist nicht optimal gelaufen.“

Nun wartet am ersten Spieltag ausgerechnet Serienmeister und Meisterschaftsfavorit Dassendorf auf den VfL. Der Übungsleiter sieht dem Start aber trotz durchwachsener Testphase recht gelassen entgegen: ,,Es wäre schlimmer, wenn wir gegen einen Abstiegskandidaten starten, denn dann sind die Erwartungen hoch. So haben wir nichts zu verlieren und können uns einspielen.“

Fehlen werden den Kreisstädtern gegen die Mannschaft aus dem Herzogtum Lauenburg Steffen Maaß, Artur Frost (beide verletzt), Zakaria Chergui, Christian Dirksen, Dario Ivanko (alle im Urlaub) und Sören Lühr (beruflich verhindert). Der Anpfiff zur neuen Saison ertönt in Pinneberg erst am Sonntagabend um 18 Uhr. Der Verein erhofft sich dadurch einen höheren Zuschauerzuspruch.

Liganachbar SV Rugenbergen wird derweil bereits 28 Stunden zuvor ins Geschehen eingreifen. An der Ellerbeker Straße gastiert am Sonnabend um 14 Uhr der Buxtehuder SV. Trotz der Ausfälle von Angreifer Pascal Haase (OP) und Verteidiger Dennis Weber (Muskelfaserriss) nimmt Coach Ralf Palapies seine Elf in die Pflicht.„Wir sind der Favorit und wollen natürlich mit einem Erfolg in die neue Spielzeit starten“, so der 45-Jährige, der dem Saisonstart dennoch nicht zu viel Bedeutung beimessen möchte. „Ein Auftaktsieg wäre erfreulich, jedoch hat die Tabelle aus meiner Sicht erst nach zirka zehn Spieltagen eine Aussagekraft“, lässt Palapies verlauten.

Weitaus leisere Töne geben derweil die Verantwortlichen der SV Halstenbek-Rellingen von sich. Angesichts der angespannten Personalsituation richtet Trainer Thomas Bliemeister seinen Blick gen untere Tabellenregion. „Wir müssen erst einmal Punkte gegen den Abstieg sammeln“, mahnt der 59-Jährige vor dem Auftaktduell beim TSV Buchholz 08 (Sonntag, 14 Uhr). Neben den Langzeitverletzten Robert Hermanowicz, Niklas Siebert, Jan Rottstedt und Nikola Maksimovic muss Bliemeister in Buchholz auch auf die im Urlaub weilenden Timo Wieckhoff, Ümit Karakaya und Mirko Oest verzichten. Hinter den Einsätzen von Vincent Ermisch und Faisal Hashemi (beide angeschlagen) steht ein Fragezeichen.

Ungeachtet dieser Probleme sprühte die Elf vom Lütten Hall beim jüngsten 13:1-Erfolg in der Nachholpartie des Oddset-Pokals beim 1. FC Eimsbüttel (Kreisklasse) vor Spielfreude. Neuzugang Indrit Behrami stellte im Erstrunden-Duell seine Treffsicherheit eindrucksvoll unter Beweis und führte mit einem Viererpack die Torschützenliste der hiesigen Elf an. Patrick Wolst (7.), Ahmad Hashimi (8.), Yakup Telli (31., 79., 89.), Yannick Sottorf (42.), Julian Mentz (56., 81.) und Timo Wieckhoff (87.) markierten die weiteren Treffer. „Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen, ist aber nicht aussagekräftig. Am Wochenende werden alle Karten neu gemischt“, so Bliemeister.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen