Handball-Landesliga : Die Haie triumphieren in der „Hölle Horst“

Totaler Frust in den Gesichtern der WTV-Spieler, Ratlosigkeit und immer wieder der Blick zur Anzeigentafel.

shz.de von
30. September 2014, 16:00 Uhr

Horst | Eine Spielszene kurz vor Ende der ersten Halbzeit sagte im Grunde genommen alles über die Begegnung zwischen der HSG Horst/Kiebitzreihe und dem Wellingdorfer TV in der Handball-Landesliga. Totaler Frust in den Gesichtern der WTV-Spieler, Ratlosigkeit und immer wieder der Blick zur Anzeigentafel. Tatsächlich stand da, neben der Spielminute 27 der Spielstand von 21:12. Die Gäste, als Absteiger aus der Schleswig-Holstein-Liga als Favorit in dieses Spiel gegangen, wurden von den Haien auseinander genommen, ja regelrecht deklassiert. 39:32 hieß am Ende der völlig verdiente Spielstand aus Sicht der Hausherren.

Die etwa 250 Zuschauer rieben sich verwundert die Augen, erlebten sie doch live mit, dass die Haie in der „Hölle Horst“ (Originalton von Hallensprecher Michael Schwarz) eine der besten Halbzeiten überhaupt spielten. Aggressiv und mit Tempogegenstößen überraschten sie die Wellingdorfer ein ums andere Mal, die ihrerseits nur in den ersten zehn Spielminuten halbwegs mithalten konnten.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts ließen es Iven Pfeifers, Dennis Schwerdtfeger und Co. angesichts ihres deutlichen Vorsprungs ruhiger angehen. Dieses „Angebot“ nahmen die Kieler Gäste dankbar an, konnten den Abstand aber nie ernsthaft verkürzen. Selbst in der kritischen Phase zwischen der 48. und 50. Minute, als erst Marius Diegel und nur 40 Sekunden später auch Jonas Jermies mit Zwei-Minuten-Strafen ihr Team auf doppelte Unterzahl dezimierten, fanden die Wellingdorfer kein Mittel zum Erfolg. Ganz im Gegenteil: Ulf Baumgarten schaffte es gar, in dieser Phase einen Treffer zu erzielen.

Das Fazit von HSG-Trainer Manfred Kuhnke fiel dann auch erwartungsgemäß positiv aus: „Kompliment an meine Mannschaft. Wenn wir in jedem Spiel so auftreten und diese Leistung abrufen, dann sind wir durchaus in der Lage, den Gegnern Paroli zu bieten und sie zu schlagen.“
 

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