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Pferdesport : Die glückliche Nachrückerin

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Barmstedter Dressurreiterin Ninja Rathjens startet mit neuem Pferd bei U 25-Europameisterschaft

In der Nacht von Montag auf Dienstag hat für die Dressurreiterin Ninja Rathjens die U  25-Europameisterschaft so richtig begonnen. Da reiste die Barmstedterin mit ihrem zehnjährigen Hannoveraner Wallach Emilio direkt nach Lamprechtshausen im österreichischen Bundesland Salzburg. „Eigentlich findet vor der EM ein Vorbereitungslehrgang mit dem gesamten Team statt“, berichtet Rathjens. „Da es aber Überschneidungen mit Europameisterschaften in Göteborg gab, war dafür keine Zeit mehr.“

Für Rathjens kein Problem. „Wir kennen uns vom Sehen und lernen uns in den nächsten Tagen noch besser kennen, wenn wir zusammen trainieren.“ Außerdem hat Sebastian Heinze, Bundestrainer der U  25-Dressurreiter, Rathjens kurz vor ihrer Abreise auf dem Hof von Trainerin Janina Siemers in Sittensen besucht. „Dort überzeugte er sich davon, dass Emilio und ich die Aufgaben, die uns in Österreich erwarten, beherrschen.“ Am Freitag wird Ninja Emilio das erste Mal für die Mann-schaftswertung satteln. Tags darauf folgt die Prüfung für die Einzelwertung, ehe am Sonntag drei der vier deutschen Starter noch ein letztes Mal antreten.

Doch auch vorher beschäf-tigte sich die Reiterin, die im Bauunternehmen ihres Vaters arbeitet und seit einem Jahr im Fernlehrgang BWL studiert, intensiv mit der EM. So wurde sie in Warendorf von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) eingekleidet und durfte auch die Team-Ausrüstung für ihr Pferd mitnehmen. Alles, auf dem der Bundesadler prangt, erhielt sie leihweise. Zahlreiche Kleidungsstücke und Teile der Pferdeausrüstung darf sie jedoch behalten. Anschließend stand in Hamburg-Eppendorf der obligatorische Medizin-Check für die Reiterin auf dem Programm. Ihr Pferd wird in Österreich beim Vet-Check vor Turnierbeginn ein letztes Mal kontrolliert.

Von der Nominierung für das U  25-Team wurde die 23-Jährige überrascht. Immerhin reitet sie erst seit April den Schimmelwallach, den sie mit ihrer Familie auf einem Turnier entdeckte. „Ich habe mich da gleich in ihn verliebt“, berichtet Rathjens, die mit ihrem inzwischen 17-jährigen Erfolgspferd Renoir nur noch wenige Turniere reitet. „Als ich ihn ausprobierte, passte es einfach zwischen uns und wir haben ihn gekauft.“

Das Duo harmoniert so gut, dass es im Mai beim ersten gemeinsamen Turnier gleich zweimal siegte. „Auch die folgenden Turniere waren erfolgreich, aber wir haben nicht damit gerechnet, dass ich bei der U  25-EM mitreiten darf. Dieses Ziel hatten wir eigentlich erst für 2018 geplant.“ Weil der eigentlich für das deutsche Team nominierten Charlott-Maria Schürmann ein formales Qualifikationsergebnis fehlte, rückte kurzerhand Rathjens nach; und bekommt nun früher als erhofft ihre Chance.

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