Fußball-Bezirksliga : Die Gäste zeigen Charakter

Augen zu und durch: Sparrieshoops Markus Steffen (links) setzt sich im Kopfball-Duell gegen Maurice Rene Öhlers (TSV Uetersen II) durch.
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Augen zu und durch: Sparrieshoops Markus Steffen (links) setzt sich im Kopfball-Duell gegen Maurice Rene Öhlers (TSV Uetersen II) durch.

Defensiv eingestellter TSV Sparrieshoop unterliegt TSV Uetersen II 1:2.

shz.de von
01. September 2015, 16:00 Uhr

„Die Mannschaft hat endlich mal wieder Charakter gezeigt“, war Uetersens Trainer Sandor Horvath nach dem Schlusspfiff die Erleichterung spürbar anzumerken. Eben gerade hatten die von ihm trainierten Bezirksligafußballer des TSV Uetersen II beim TSV Sparrieshoop mit 2:1 Toren gewonnen. Unterm Strich ein verdienter Sieg.

Dieser jedoch war lange Zeit in Frage gestellt. Nach einem überwiegend einseitigen Spielverlauf im ersten Abschnitt hätten sich die Hausherren nicht beklagen können, wenn sie bereits zum Seitenwechsel hinten gelegen hätten. „Wir wollten gar nicht groß das Spiel machen“, erklärte Sparrieshoops Cheftrainer Christian Kullock-Braun seine defensiv ausgerichtete Formation.

Im zweiten Durchgang sah das dann alles völlig anders aus. Auf einmal dominierte der TSV aus Sparrieshoop und ließ die Gäste aus Uetersen kaum zur Entfaltung kommen. Als dann Patrick Laube einen Ball im Mittelfeld leichtfertig an Torben Büchner verlor, schaltete dieser blitzschnell. Über Oliver Stange auf der linken Seite fand der Ball wohl den Weg an die Hand von Uetersens Landesliga-Leihgabe Raphael Friederich im Strafraum: Schiedsrichter Thomas Anton Maziarz (FC Preußen Hamburg) zeigte auf den Elfmeter-Punkt. Routinier Benjamin Zabel ließ sich diese Chance nicht entgehen und netzte zum 1:0-Führungstreffer für die Sparrieshooper ein (70.).

Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, waren es nun die Uetersener, die ihrerseits versuchten, dem Spiel noch eine Wende zu geben – sie zeigten eben Charakter, wie es Horvath eingangs erwähnte. Mit Erfolg, denn Nico Schwerdtfeger sorgte mit dem Ausgleichstreffer für „die richtige Antwort“ (78.) und Raphael Friederich schlussendlich für den verdienten Dreier (81.).

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