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Fussball-Oberliga : Die Festung ist gefallen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Auf Badelatschen-Jubel folgt Ernüchterung: VfL-Fußballer verlieren erstmals in dieser Saison auf eigenem Platz

Es ist passiert. Die Festung Stadion 1 an der Fahltsweide ist gefallen. Erstmals seit Saisonbeginn haben die Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg ein Spiel auf eigenem Platz verloren – 1:3 gegen Altona 93.

„Es war klar, dass das irgendwann passieren würde“, sagte VfL-Trainer Michael Fischer nach der verdienten Niederlage im Nachholspiel – um dann aber noch einmal auszuholen. Denn die Art und Weise, wie die Pleite zustande gekommen war, wurmte den 47-Jährigen mächtig: „Wir haben den Gegner bei zwei Toren praktisch eingeladen. Einigen meiner Spieler fehlt es an geistiger Frische, für das nächste Spiel gegen BU werden wir deshalb viele Veränderungen vornehmen“, warnte Fischer seine Akteure – für die nach 32 Minuten die Welt noch in Ordnung war. Mit zwei Badelatschen in der Hand bejubelte Flemming Lüneburg da noch seinen 1:0-Führungstreffer, nachdem er AFC-Keeper Fabiano Curia, der zu weit aus seinem Tor geeilt war, überlupfte.

Aber warum die Badelatschen? „Nach unserem 0:0 am vergangenen Gründonnerstag in Buxtehude hatte unser Trainer gesagt, unsere vielen vergebenen Chancen hätte seine Großmutter in Badelatschen zu Toren verwandelt. Da dachte ich mir diesen Jubel aus“, verriet Lüneburg. Die Freude verging den Pinnebergern aber schnell: Nur fünf Minuten später köpfte Altonas Dennis Theissen aus kurzer Distanz zum 1:1 ein (37.). VfL-Keeper Norman Baese war an dem Ball noch dran, im Nachsetzen stocherte Thiessen ihn schließlich endgültig über die Linie.

Apropos Baese: Der wurde in Durchgang zwei, in dem die Gäste immer stärker wurden und der VfL mehr und mehr den Zugriff zum Spiel verlor, zunächst zum Helden, später zur tragischen Figur: Ein ums andere Mal vereitelte der Keeper beste Altonaer Möglichkeiten stark. Bei Luca Segedis 1:2 war dann aber auch Baese machtlos (81). Angesteckt von der Hektik seiner Vorderleute leistete sich Baese dann in der Schlussphase den entscheidenden Fehler: Ein missglückter Befreiungsschlag landete direkt in den Füssen von Altonas Felix Brügmann, der alleine aufs Tor zulief und zum finalen 1:3 einschob (88.).

Kurios: Trotz der Pleite bleibt der VfL Erster, Fischer sieht den Vorteil im Rennen um den Titel nun aber bei Verfolger Dassendorf: „Uns fehlt derzeit die Leichtfüßigkeit. Das Fußballjahr 2015 war bisher noch nicht unseres.“

Nur zwei Punkte aus den letzten vier Partien sprechen für sich.  

 

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erstellt am 07.Apr.2015 | 16:00 Uhr

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