Sepak Takraw : Die Drachen sind los

Wer Sepak Takraw so artistisch spielen will, muss trainieren. Zu bewundern sind die Sportler am Wochenende in der Olympiahalle.
1 von 2
Wer Sepak Takraw so artistisch spielen will, muss trainieren. Zu bewundern sind die Sportler am Wochenende in der Olympiahalle.

Elmshorner Dragon’s Cup am Wochenende. Training in den Schulen mit Spielern aus Malaysia.

Avatar_shz von
04. Juni 2015, 16:00 Uhr

Die Mädchen und Jungen an Elsa-Brändström-Schule, Erich Kästner Gemeinschaftsschule und Bismarckschule staunten in den vergangenen drei Tagen nicht schlecht: Statt Basket- oder Volleyball stand im Sportunterricht Sepak Takraw auf dem Stundenplan. Die Trainer: drei malaysische Spieler und ihr Coach Mohd Ralizi. Der malaysische Nationalsport wird zwar auch mit einem Ball gespielt, aber einem der im Original aus einem Rattangeflecht besteht; inzwischen ist er zumeist aus Kunststoff. Und dieses Teil jagen die Akteure akrobatisch und mit einer affenartigen Geschwindigkeit über das Netz, das eine Höhe wie beim Badminton hat. Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje, der die Gäste aus Malaysia gestern im Rathaus empfing, erklärt das Spiel laienhaft so: „Volleyball mit Füßen.“

„Das hat die Schüler wirklich begeistert“, sagte Ismail Salleh. Der seit vielen Jahren in Elmshorn lebende Malaye hat den Besuch seiner Landsleute organisiert – und der hat einen handfesten Hintergrund: Das Team von der Universität Putra geht als hoher Favorit in den Dragon’s Cup, der Sonnabend und Sonntag vom Elmshorner Verein Sepaktakraw in der Olympiahalle ausgerichtet wird.

Gleich dahinter folgt in der Rangliste das Team der Elmshorner Drachen, die amtierender Europameister sind. „Die Gäste aus Malaysia sind für uns gute Konkurrenten. Dabei können wir etwas lernen“, sagte Salleh. Außer der Putra Universität kommt auch eine Betriebssportmannschaft der Malaysia Airlines. Außerdem erwarten die Drachen internationale Mannschaften aus Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Die deutsche Konkurrenz kommt aus Kiel, Köln und von Grün-Weiß Eimsbüttel. Gespielt wird sowohl das klassische Regu (drei gegen drei) als auch das Double Event (zwei gegen zwei). Beginn ist an beiden Tagen um 10 Uhr; der Eintritt ist frei.

Und vielleicht kommen auch einige der Schüler, die Anfang der Woche ihre ersten Berührungspunkte mit Takraw hatten, in die Sporthalle unterhalb der Ost-West-Brücke. Und vielleicht, so hofft es Ismail Salleh, findet auch der eine oder andere dauerhaft Gefallen an dem Sport, denn der derzeit 30 Mitglieder zählende Elmshorner Verein sucht Nachwuchs. Und Schule hat sich schon bei der Gründung als beste Grundlage erwiesen. Keimzelle des Klubs war eine Arbeits-Gemeinschaft an der EBS.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen