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Fussball-Oberliga : Derby wird zur Schlammschlacht

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Wedeler TSV setzt sich auf einem wasserdurchtränkten Rasen am Lütten Hall mit 2:1 gegen SV HR durch

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Nass bis auf die Knochen stand Trainer Heiko Barthel auf dem wasserdurchtränkten Rasen am Lütten Hall. Soeben hatten seine Oberliga-Fußballer der SV Halstenbek-Rellingen eine 1:2 (0:2)-Niederlage im Kreisderby gegen den Wedeler TSV kassiert – der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb aus. „Es ging heute nur über die emotionale Schiene. Nach der 1:4-Pleite gegen Kosova am vergangenen Wochenende wusste ich nicht , ob wir noch mal den Dreh kriegen und den Kampf um den Klassenerhalt annehmen können. Die Jungs haben heute Charakter bewiesen, leider haben wir uns nicht mit einem Punkt belohnt“ , so Barthel, der von 2012 bis 2016 noch die Trainerrolle an der Schulauer Straße in Wedel innehatte.

Die Nachholbegegnung des 22. Spieltags verkam indes von Beginn an zu einer Schlammschlacht sowie Rutschpartie. Attribute wie Zweikampfstärke und Leidenschaft rückten demnach in den Vordergrund. HR nahm den Kampf an, besaß die erste gute Gelegenheit. Nach einem Zuspiel von Kapitän Yannick Sottorf wurde der Schuss Christian Okafors jedoch abgeblockt (3.). 23 Minuten später bewahrte indes WTSV-Keeper Stefan Steen seine Farben dank einer Parade gegen Sergio Batista Monteiro vor dem Rückstand. Danach nahm die Partie ihre erste Wende und Barthel hatte es kommen sehen. „Sascha, Pass auf“, rief der Coach Verteidiger Sascha Richert zu. Es war zu spät, der Linksfuß unterschätzte einen langen Ball – Marcus Richter bediente Gerrit Gomoll, der den Ball eiskalt ins lange Ecke schlenzte (27.). Fünf Minuten später der nächste Nackenschlag für die Hausherren, Dennis Ghadimi brachte Eric Agyemang im Strafraum zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Jan Eggers eiskalt. „Ich habe die Jungs in der Halbzeit gewarnt. Wir haben nach unserer starken Phase im ersten Durchgang zunehmend die Kontrolle verloren“, so WTSV-Coach Jörn Großkopf, dessen Elf zwar die erste Chance nach dem Seitenwechsel besaß – Sonay Hayran scheiterte an Mirko Oest (48.) – danach allerdings komplett den Faden verlor. Keeper Steen leistete sich einen folgenschweren Patzer, ließ einen harmlosen Versuch Sotttorfs abprallen, Batista Monteiro musste nur noch reinschieben.

Der Treffer leitete die zweite Wende in der Partie vom Mittwochabend ein. Okafor hatte zwei Mal die Möglichkeit auszugleichen, es fehlte jedoch jeweils die Präzision (58., 70.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit setzte Barthel bereits zum Jubelsprint an - zu früh – den Schuss von Niklas Siebert klärte Hayran in allerhöchster Not.

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