Derby mit Pech und Pannen

Nico Breuel (Mitte) klärt die Situation vor seinem herbei geeilten Keeper Tilman von Velde mit einem Befreiungsschlag.
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Nico Breuel (Mitte) klärt die Situation vor seinem herbei geeilten Keeper Tilman von Velde mit einem Befreiungsschlag.

Fußball-Landesliga: SSV Rantzau und SV Halstenbek-Rellingen trennen sich torlos

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15. April 2019, 16:00 Uhr

Barmstedt | Von Pech und Pannen war das 0:0 des SSV Rantzau im Landesliga-Derby gegen die SV Halstenbek-Rellingen umrahmt. Es begann schon am Tag vor dem Spiel damit, dass sich SSV-Keeper Malte Ladehof beim Schrankaufbau einen Schraubenzieher in die Hand rammte und das Krankenhaus aufsuchen musste. An seiner Stelle hütete Tilman von Velde ein. Die Halstenbeker Fußballer ließen sich von Torwart-Coach André Pätzel auf die Partie einstimmen. Chefcoach Heiko Barthel war auf der Rückfahrt von einer Familienfeier in einen Stau geraten. Ein Opfer forderte dann auch die kampfbetonte Partie. HR-Innenverteidiger Dario Ivanko musste mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss ausgewechselt werden.

Jan-Niclas Rohr wäre unterdessen am liebsten im Boden versunken. Das war in der 65. Minute, als der Barmstedter Abwehrhüne mit einem Foulelfmeter und auch im Nachschuss an HR-Keeper Mirko Oest, der vorzüglich reagierte, scheiterte. Zuvor hatte Frederic Ernst seinen Gegenspieler Onur Tiryaki zu Fall gebracht.

„Insgesamt habe ich uns aber besser als den SSV gesehen“, versicherte Jasim Klatt. Die Halstenbeker Betreuerin berief sich vor allem auf die Torgefahr, die von Felix Hennings ausging. Der Stürmer ghanaischer Herkunft, seit Wochen im Aufwind, hatte in der 28. Minute Pech mit einem Lattenschuss. Als er in der 36. Minute Ümit Karakaya in Szene setzte, kratzten die Gastgeber den Ball mit vereinten Kräften irgendwie von der Torlinie. In der 75. Minute vereitelte zudem von Velde eine Riesenchance für Hennings.

SSV-Coach Marcus Fürstenberg räumte Vorteile für die Halstenbeker im ersten Durchgang an, bescheinigte dem eigenen Team aber eine Steigerung nach der Pause. Diskussionen rankten sich am Ende noch um die 85. Minute, als der Ball bei einer abgefälschten „Bogenlampe“ von Marvin Jensen entweder kurz vor oder kurz hinter der Torlinie aufprallte. Fürstenberg hörte sich bei Akteuren des TSV Sparrieshoop um, die sich hinter dem Gehäuse aufhielten. „Die haben mir gesagt, dass der Ball drin war.“

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