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Schwimmen : Der Traum von der Jugend-EM

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Dustin Lantuhov gehört zu den aufstrebenden Talenten im Swim-Team Stadtwerke Elmshorn. Der 14-Jährige hofft bald schon sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene für Furore zu sorgen.

shz.de von
erstellt am 09.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Die Gedanken von Dustin Lantuhov gehen schon in die Zukunft, speziell in die übernächste Woche, wenn vom 21. bis 25. Juni in Berlin die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften stattfinden. „Mal gucken, was da geht“, sagt der 14-Jährige vom Swim-Team Stadtwerke Elmshorn betont locker. Zuletzt ging einiges für den Bismarckschüler, genauer die Norddeutsche Meisterschaft über 200 Meter Schmetterling im Jahrgang 2001, dazu Silbermedaillen über 200 und 400 Meter Freistil sowie 100 Meter Schmetterling – alles mit neuen persönlichen Bestzeiten. Damit war er nach Arti Krasniqi (diese Zeitung berichtete) der erfolgreichste Teilnehmer an den norddeutschen Titelkämpfen in Braunschweig. Der Knoten scheint geplatzt.

Dustin Lantuhov galt schon länger als ein Kandidat auf höhere sportliche Weihen, als einer, der auch über Schleswig-Holstein hinaus Medaillen gewinnen kann. Allein: In den vergangenen Jahren war ihm immer irgendetwas dazwischengekommen: mal eine Krankheit, mal eine kleine Verletzung wie zuletzt Schulterprobleme von Dezember bis Januar, aber auch mal akute Unlust auf Training. Das ist dieses Jahr anders: „Dustin ist seit vier bis fünf Monaten konstant dabei und hat wirklich super trainiert. Das hat ihn nach vorne gebracht“, sagt STE-Cheftrainer Jörg Freyher.

Das ist auch dem Freistil- und Schmetterlingsspezialisten nicht verborgen geblieben, und dies ist zugleich neuer Ansporn. „Man hat die Fortschritte extrem gesehen, und das motiviert unheimlich“, sagte er. Nicht zuletzt das Trainingslager mit den Leistungsgruppen des STE während der Osterferien auf Zypern hat neue Energien freigesetzt. „Da habe ich gemerkt, welches Potenzial ich habe“, so der Elmshorner.

Die acht Einheiten pro Woche im Freibad – auch wenn es deutlich kälter ist als in den vergangenen Tagen – nimmt er gerne auf sich. „Man muss sich durchbeißen, sonst wird das nichts“, weiß er und erträgt dafür auch den einen oder anderen Spruch von Mitschülern. „Wenn man denen erzählt, dass man vor der Schule trainiert, denken die, dass man nicht alle Latten am Zaun hat“, erzählt er mit einem Schmunzeln auf den Lippen.

Dabei wirkt der braun gebrannte Sportler im Gespräch durchaus so, als wisse er sehr genau, warum er auf weitere große Hobbys verzichtet. Es gibt Träume, von denen er sich erhofft, sie in zwei Jahren verwirklichen zu können. Die Qualifikation für eine Jugend-Europameisterschaft wäre so einer. Die Erzählungen von Lea Boy und Thore Bermel, die sich derzeit in Heidelberg auf diesen Saisonhöhepunkt vorbereiten, haben ihn angesteckt.

Erst einmal aber liegt für Dustin die Konzentration auf Berlin. Dazu hat Trainer Freyher schon mal die Messlatte gezogen, ohne zu viel Druck aufbauen zu wollen: „Wir hoffen jetzt auf eine Finalteilnahme bei den Deutschen Meisterschaften. Das ist eine Rarität; darüber muss man sich im Klaren sein.“

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