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„Der Stamm des Teams wird bleiben“

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Matthias Wystrik spricht über die Perspektiven der VGE

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Die Hoffnung auf eine Überraschung wie am ersten Spieltag erfüllte sich nicht. Die Regionalligavolleyballer der VG Elmshorn verloren ihr letztes Saisonspiel beim VC Norderstedt 1:3 (27:25, 20:25, 21:25, 20:25) und steigen damit als Tabellenschlusslicht nach einem Jahr wieder in die Verbandsliga Hamburg ab. Bis auf den fehlenden Spielertrainer Martin „Paul“ Stegmann und Marc Karu kamen alle Akteure des Elmshorner Kaders noch einmal zum Einsatz – sogar der bisher kaum berücksichtigte dritte Steller Gerrit Siems. „Trotzdem war’s ein gutes Spiel, aber es spiegelte auch die ganze Saison wider“, sagte der Elmshorner Mannschaftskapitän Matthias Wystrik, der anschließend im Interview über Motivation, Trainer und Perspektiven sprach.

Wie motiviert man sich, wenn im Laufe der Saison immer deutlicher wird, dass es dem Abstieg entgegen geht?

Matthias Wystrik: Zur Mitte der Saison war es schon nervenaufreibend geworden. Das hat man auch gemerkt. Wir haben dann eine Mannschaftssitzung gemacht, bei der wir uns ganz intensiv damit beschäftigt haben, was wir können und was wir wollen. Konsens war, dass unser primäres Ziel natürlich war, die Liga zu halten, uns aber klar war, dass es sehr schwierig würde. Im Rückblick muss ich sagen: Die Spiele waren sehr gut, sie haben Laune gebracht, aber es hat leider nicht gereicht.

Mit welchen Gefühlen haben Sie zuletzt den Spielen entgegengesehen?

Es ist ein bisschen schade, weil man sieht, dass das Potenzial für die Regionalliga da ist, aber es fehlt einfach ein bisschen, um dieses Niveau auf Dauer aufrecht zu erhalten. Es würde vielleicht reichen wenn – und das soll jetzt keine Kritik an Paul (Spielertrainer Martin Stegmann, die Red.) sein – man einen Trainer hätte, der sich nur aufs Training konzentriert und eine Mannschaft formt. So einer hätte das Training auf einzelne Spieler abstellen können. Aber das haben wir nicht und war auch so von uns entschieden worden. Eine andere Sache ist die Trainingsbeteiligung. Wenn man in der Regionalliga spielen will, dann muss der Stamm auch regelmäßig zum Training erscheinen. Dadurch, dass wir viele Studenten aus Hamburg im Kader haben, sind wir teilweise fünf oder sechs Leute gewesen. Da kann man sich schwer einspielen, aber das muss man so hinnehmen.

Fehlt es, wenn man die Trainerfrage nimmt, an der nötigen Struktur innerhalb der VGE?

Wir haben nicht groß nach einen Trainer gesucht, denn für uns war nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr klar: Wir bleiben als Mannschaft so zusammen, wie wir sind. Im Nachhinein muss man sagen: Wir waren für die Regionalliga als Mannschaft zu klein. Der VfL Pinneberg zum Beispiel, der in der 3. Liga spielt, hat einen wesentlich größeren Kader.

Kann man denn die VGE attraktiver für andere Spieler aus dem Kreis machen?

Das kann man auf alle Fälle. So langsam kommt bei uns der Nachwuchs. Jonas Reum hat ganz viel dazu gelernt. Gleiches gilt für Torge Schuster. Jetzt hat sich bei uns die vierte Herren aufgelöst. Da kündigen sich auch weitere Nachwuchsspieler an.

Zum Ausblick: Im Herbst starten Sie dann geschlossen in der Verbandsliga Hamburg?

Ja, das ist richtig. Dazu findet am 6. Mai unsere Mannschaftsbesprechung statt. Da wird sich zeigen, ob alles bei allen so angekommen ist, wie wir es besprochen haben. Ich habe aber das Gefühl, dass alle ganz zufrieden sind – obwohl wir absteigen. Ich rechne damit, dass der Stamm zusammen bleibt.

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