Der lange Weg zurück

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American Football: Clifford Laukens freut sich nach dem Comeback aufs Derby in Lübeck

shz.de von
25. Mai 2019, 08:05 Uhr

Elmshorn | „Für mich persönlich ist es das Spiel schlechthin!“ Clifford Laukens redet nicht lange um die Bedeutung des Schleswig-Holstein-Derbys in der German Football Laegue 2 Nord herum. Wenn er am Sonntag mit den Elmshorn Fighting Pirates bei den Lübeck Cougars antritt, schwingen jede Menge Erinnerungen mit. „Dort hat für mich die GFL-Karriere begonnen“, sagt der 25 Jahre alte Runningback. Zudem gibt es die Freundschaft zu Felix Siekmann aus dem Team der Berglöwen. „Mit ihm habe ich damals bei den Hamburg Heat gemeinsam angefangen, Football zu spielen.“ So etwas schweißt zusammen.

Klar ist für Laukens aber auch: Ab dem Kickoff um 15 Uhr ruhen alle Freundschaften. Die Konzentration gilt einzig der Mission Aufstieg, welche für die Elmshorner nach drei leichten Siegen über die Aufsteiger Hannover Spartans (31:13) und Troisdorf Jets (52:2, 49:10) den ersten Prüfstein bereit hält. „Wir müssen von vornherein zeigen: Wir sind da und niemand kann uns aufhalten“, so Laukens.


„Die Hilfe meiner Trainer schätze ich sehr“

Dass der Ballträger in dieser kurzen Spielzeit bereits vier Touchdowns auf seinem Konto hat, kommt einem kleinen medizinischen Wunder gleich. Eigentlich ist der Hamburger mit ghanaischen Wurzeln bereits im zweiten Jahr ein Pirat; de facto aber spielt er seine Premierensaison. 2018 hatte er sich im Testspiel gegen Gelsenkirchen einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen, der ihn das ganze Jahr über außer Gefecht setzte.

Der Weg zurück auf den Platz war hart. Dass er auch Gedanken ans Aufhören hatte, verschweigt er nicht. Um so mehr ist er dankbar dafür, von Seiten der Betreuer jede nur denkbare Unterstützung beim Reha-Training bekommen zu haben – namentlich von Offense-Koordinator Andreas Nommensen, seinen RB-Coach Sören Hauff und besonders Athletik-Trainerin Jennifer Thees. „Sie haben mir immer wieder Hilfe angeboten. Das hat man nicht in jedem Team und das schätze ich an den Pirates“, sagte Laukens.

Wie waren jetzt die ersten Erfahrungen auf dem Platz? „Im Grunde genommen ist es nur eine Kopfsache. Nach dem ersten Spieltag war ich wieder komplett drin“, sagt er. Natürlich höre er nun mehr in seinen Körper hinein, aber im Spiel spüre er die ab und zu noch vorhandene n leichte Schmerzen im lädierten Gelenk nicht mehr.

Headcoach Jörn Maier weiß um die psychische Belastung nach so einer Verletzung. Er ist froh, mit dem Athleten eine weitere Alternative im Laufspiel zu haben, das noch Luft nach oben hat. „Er ist auf einem guten Weg zu alter Leistungsfähigkeit“, sagt er. Die vier Touchdowns aus den beiden vergangenen Begegnungen sollten ihm helfen – und eine Fortsetzung dieser Serie wäre wohl im Sinn aller Elmshorner.

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