zur Navigation springen

„Fischers Rücktritt war für mich der Auslöser“ : Der künftige Trainer des VfL Pinneberg Thorben Reibe im Interview

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der künftige Trainer des VfL Pinneberg, Thorben Reibe, erklärt im Interview, warum er den Klub von der Fahltsweide übernimmt.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2015 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Noch versucht er, als Spieler den Fußball-Oberligisten VfL Pinneberg aus dem Tabellenkeller zu helfen. Von Sommer an wird Thorben Reibe (33) dann als Trainer im Stadion 1 die Nachfolge von Michael Fischer antreten. Im Interview spricht er über seine neue Rolle und die Doppelbelastung im kommenden Jahr.

Was hat Sie dazu bewogen, im Sommer das Traineramt an der Fahltsweide zu übernehmen?
Thorben Reibe: Grundsätzlich lebe ich den Fußball und von daher war es für mich klar, dass ich irgendwann mal Trainer werde. Jetzt war der Zeitpunkt gegeben, dass sich für mich diese Chance auftat. Ich muss es als Chance sehen, dass ich im Sommer – hoffentlich- mit einer Oberligatruppe – anfangen kann. Von daher war die Entscheidung für mich relativ leicht.

Es stand für Sie schon länger fest, dass Sie die aktive Laufbahn langsam beenden wollten?
Das nicht wirklich. Ich hätte vielleicht sogar ganz gern weiter gespielt, aber da Fischi jetzt gesagt hat, zum Saisonende war’s das, nun eben nicht. Wahrscheinlich brauchte ich diesen Auslöser, damit ich meine Karriere beende. Sonst würde ich wohl noch mit 40 spielen.

Wie wird das nächste halbe Jahr für Sie in dem Wissen, später Trainer der Jungs zu sein, mit denen Sie auf dem Platz stehen?
Ich glaube, das wird relativ problemlos. Ich glaube, ich habe ein vernünftiges Standing in der Mannschaft. Die Jungs haben einen gewissen Respekt vor mir; wir haben ein gutes Miteinander. Ich denke, die Entscheidung haben sie schon gut aufgenommen und ich glaube, dass sie sich auch darauf freuen, mit mir zusammen zu arbeiten – wenn sie denn im Sommer bleiben. Ich gehe aber davon aus, dass ein Großteil der Mannschaft beisammen bleibt.

Beginnt für Sie jetzt das zweigleisige Arbeiten? Zum einen, auf dem Platz ein bisschen besser zu spielen um unten rauszukommen, zum anderen zu gucken, wer bleibt im Sommer und wen kann man eventuell nach Pinneberg lotsen?
Das muss natürlich sein. Da kommt ein bisschen Arbeit auf mich zu. Ein bisschen mehr Arbeit als wenn man nur reiner Spieler ist, aber das war mir bewusst. Das ist der ganz normale Ablauf. Sicher wird man sich mit dem Vorstand zusammensetzen und gucken: Wie sind die Möglichkeiten im nächsten Jahr? Dann habe ich sicherlich meine Vorstellungen, wen ich aus der Mannschaft haben möchte. Das wird man alles in den nächsten zwei, drei Monaten herausfiltern.

Müssen Sie sich auch in Sachen Co-Trainer orientieren? Macht Börje Scharnberg weiter? Wollen Sie mit ihm an der Seite weitermachen?
Das ist noch nicht besprochen. Ich habe Vorstellungen von einem gewissen Fußball, den ich spielen möchte. Ob Börje da Lust drauf hat, sind alles Gespräche, die man jetzt führen muss.

Würden Sie diesen Fußball mit zwei, drei Stichworten charakterisieren?
Ich habe eine gewisse Grundidee, die man sicher ein bisschen abhängig machen muss vom Kader. Mein Fußball würde so aussehen, dass man ein bisschen mehr auf Ballbesitz spielt, was wir jetzt definitiv nicht haben. Dass man vielleicht ein bisschen mehr durchs Zentrum spielt als jetzt nur über die Außen, ohne jedoch diese zu vernachlässigen.

Wird sich an der Zusammenarbeit mit Michael Fischer für das nächste halbe Jahr etwas ändern?
Davon gehe ich nicht aus. Als Fischi seinen Abschied bekannt gegeben hat, haben wir auch schon geschnackt. Ich glaube, dass ist das, was er sich auch schon mal vorstellen konnte. Das hat er mal so angedeutet. Ich glaube, dass es weiter eine ganz gute Zusammenarbeit werden wird.
 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen