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Boxen : Der Kampf gegen die Waage

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

200 Gramm besiegeln Turnieraus von WTSV-Athlet Ali Baycuman bei Hamburger Meisterschaften

shz.de von
erstellt am 30.Mär.2017 | 16:00 Uhr

Die gezielte Vorbereitungsarbeit durch das Trainer- und Betreuerteam des Wedeler TSV um Chefcoach Thomas Müller hat sich ausgezahlt: Bei den Hamburger Jugend-Boxmeisterschaften erkämpften sich die Rolandstädter dreimal Gold und einmal Silber. Und es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Doch ausgerechnet Titelfavorit Ali Baycuman (Junior/60 kg) scheiterte am Ende an der Waage, brachte er doch am Finaltag ganze 200 Gramm zu viel aufs Messinstrument. Das nach einer großartigen Leistung im Halbfinale, wo Baycuman am Vortag den starken Eilbeker Alban Arifio klar nach Punkten besiegte.

Besser erging es den noch verbliebenen vier Wedeler Finalisten. So konnte sich Avais Raschidova (76 kg) dank einer boxerisch guten Leistung klar nach Punkten gegen Janik Grassmeier (HTB 62) durchsetzen. Bevor es auch die Gebrüder Aryen, welche beide 2015 und 2016 Hamburger Vizemeister wurden, erneut wissen wollten. Während der 13-jährige Kadett Mansor Aryen (58 kg) seinen Finalkampf über drei Runden gegen Can Ince (KDL) dominierte und sich seinen ersten Meistertitel der Karriere verdiente, zog auch sein älterer Bruder Schieno Aryen (63 kg) nach. Er bot eine souveräne Boxvorstellung gegen Danival Saltikhov vom DRS-Bergedorf. Mit einem einstimmigen Punktsieg sicherte er sich seinen ersten Meistertitel und die Startberechtigung für die Deutschen Meisterschaften der Junioren.

Auch Wedels Junioren-Meister des Vorjahres, Mark-Hachik Kazaryan (66 kg), gelang der Sprung ins Finale, wo er auf den Luruper Ugur Can Narcarli (Deutscher Meister 2016) traf. Zunächst gleichauf, musste schließlich die dritte Runde die Entscheidung bringen. Der Wedeler erhielt hier jedoch eine Verwarnung mit Punktabzug, da er aus Luftmangel regelwidrig seinen Mundschutz ausspuckte, was wohl letztlich zum knappen 3:2-Urteil zu Gunsten des Lurupers führte.

Boxerisch war auch der Auftritt des Wedeler Debütanten Namik Zorlak (58 kg) gut anzusehen. Gegen den robusteren Emmadullah Kilinc demonstrierte Zorlak, wie man mit technischen Mitteln im Ring bestehen kann. Die Niederlage nach Punkten im Halbfinale wurde seiner Leistung nicht gerecht. Fazit der Meisterschaften aus Sicht der Wedeler Boxabteilung: „Wir haben starken Nachwuchs, unsere Kämpfer entwickeln sich gut bei entsprechender Beschäftigung. Im Sommer dieses Jahres wollen wir nun wieder verstärkt im eigenen Ring in Wedel auftreten”, so Trainer Thomas Müller.

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