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Schwimmen : Den Status quo erhalten

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Vorstand des Swim-Teams Elmshorn formuliert seine Wünsche für ein neues Hallenbad.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2016 | 16:01 Uhr

Am morgigen Sonntag jährt sich die schadenbedingte Schließung des Elmshorner Hallenbads. Seither diskutiert die Politik über Sanierung oder Neubau. In diese schalten sich jetzt auch offensiv die Leiter der Schwimmsparten von FTSV Fortuna Elmshorn, Gunnar Boyens, und EMTV, Claudia Schunk, ein. Dabei gehen sie auf Distanz zum Vorschlag des Betreibers Stadtwerke Elmshorn, bei einem möglichen Neubau ein Kombibecken aus drei 25-Meter-Bahnen und einem Spaßbereich zu bauen. „.Das heißt, dass alle weniger Platz haben und für alle die Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt werden“, sagte Boyens und formulierte es bewusst vorsichtig, denn die Kritik ist eine Art Gratwanderung. Die Stadtwerke sind schließlich Namenssponsor der Start- und Trainingsgemeinschaft Swim-Team Elmshorn.

Wenn das STE sich ein Hallenbad wünschen dürfte, so sollte es gar nicht anders aussehen als das bisherige. „Wir wollen es gar nicht schöner, besser oder größer als bisher. Uns genügen ein Becken mit fünf Bahnen à 25 Meter. Außerdem sind ein Lehrschwimmbecken und ein Spaßbad sowie ein Sprungturm sinnvoll, den zum Beispiel die DLRG für ihre Rettungsscheine braucht“, so die beiden Vereinsvertreter.

Wichtig sei das Hallenbad weniger für 80 Schwimmer in den Talentförder- und Leistungsgruppen, die fast das ganze Jahr im 50-Meter-Becken des Freibads trainieren, sondern vor allem für den gesamten Breitensportbereich. Beide Vereine hatten zusammen am 1. Januar 558 Mitglieder. „Gerade die jungen Schwimmanfänger sind mit der 50 Meter langen Bahn oft überfordert und gehören auf die 25-Meter-Bahn. Für sie ist es wichtig, das Ufer in Sichtweite zu haben“, erläuterten Schunk und Boyens.

Kommen sie aus dem Becken, frieren die jungen Schwimmer und Schwimmerinnen schnell, denn auch im Sommer kann es außerhalb des Wassers kalt sein. Das mache den Unterricht für absolute Anfänger im Freibad nicht gerade einfach.

Dazu komme, dass die etwa sechs bis acht Jahre alten Schwimmer im Juni mit dem Nord-Ostsee-Pokal ihren Saisonhöhepunkt haben – und der wird auf der 25-Meter-Bahn geschwommen. Die Vorkämpfe dazu finden an diesem Wochenende statt. Können sie auf dieser Distanz nur wenig trainieren, sei das alles andere als optimale Wettkampfvorbereitung. Das STE hat registriert, dass gerade diese Schwimmer häufig dem Training fernbleiben.

Am Montag, 27. Juni, tritt der Stadtwerkeausschuss als zuständiges politisches Gremium wieder zusammen und die Schwimmer hoffen auf eine zeitnahe Entscheidung. „Wir hätten schon gern wieder ein Hallenbad zur Verfügung. Aber wir rechnen nicht damit, dass – egal welche Variante beim Neubau oder der Renovierung sich durchsetzt – das Elmshorner Hallenbad vor Ende 2018/Anfang 2019 wieder zur Verfügung steht“, so Schunk und Boyens.

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