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Fussball / Oddset-Pokal : Den Fehlstart abgewendet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Fußball: Bissige Rugenbergener gewinnen das Pokalderby beim VfL Pinneberg mit 3:0

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Am vergangenen Wochenende war er als „Spion“ beim Ligaspiel des SV Rugenbergen in Halstenbek unterwegs. „Das, was ich von Rugenbergen gesehen habe, macht mir jetzt keine Angst“, kommentierte Michael Fischer, Trainer des Fußball-Oberligisten VfL Pinneberg, das 0:2 der Bönningstedter am Lütten Hall im Hinblick auf das Zweitrunden-Duell seines eigenen Teams gegen die Rugenbergener.

Angstgefühle vor dem Pokalspiel hatten wenn überhaupt nur die Verantwortlichen des SV Rugenbergen. Sie wollten gegen den VfL unter allen Umständen einen Fehlstart in die Saison verhindern. „Die Ansprache unseres Trainers Ralf Palapies vor dem Spiel war jedenfalls sehr emotional“, berichtete Co-Trainer Mario Jurkschat vor dem Derby - und sie wirkte: Die Gäste gingen bissig in die Partie, die in Halbzeit eins vor allem von Härte geprägt war. Ein Opfer: VfL-Stürmer Thorben Reibe, der einen Schlag auf den Oberschenkel bekam und zur Pause raus musste.

Viele Torchancen gab es in Durchgang eins nicht. Erst kurz vorm Seitenwechsel wurde es brenzlig, als zunächst Pinnebergs Sören Badermann mit einem Flachschuss an SVR-Keeper Schultz scheiterte und Flemming Lüneburg den Abpraller nicht verwerten konnte (38.). Die einzige Rugenbergener Chance hatte Jan Melich zuvor, als er eine Flanke Kevin Lohrkes per Kopf übers Tor setzte (31.). Viele Fouls, wenig Spielfluss in Halbzeit eins - dafür begann die zweite mit einem Paukenschlag: dem 1:0 für den Gast. VfL-Keeper Norman Baese unterschätzte einen Eckball von Dennis von Bastian, den Abwehrrecke Dennis Schmidt am langen Pfosten einköpfte (49.).

„Der VfL und der Pokal, das passt nicht zusammen“, kommentierte ein enttäuschter VfL-Fan auf der Tribüne zynisch - er sollte Recht behalten, denn aus VfL-Sicht kam es noch dicker: Pinneberg war bemüht, fand aber kein Konzept und von Bastian erhöhte auf 2:0 (64.). Der 3:0-Endstand durch Scholz (erster Ballkontakt) fiel per Konter (88.) – Fehlstart erfolgreich abgewendet. „Der Druck war klar bei uns, die Jungs haben sich ihm gestellt und ihn in positive Energie umgewandelt“, so Palapies zufrieden. Das muss jetzt auch dem VfL gelingen, am Freitag steht das erste Liga-Heimspiel an. Angst vor einem Fehlstart hat man jetzt eher an der Fahltsweide. So schnelllebig ist der Fußball.


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