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Fußball-Oberliga : Dem VfL fehlt es an Kraft

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Pinneberger Oberliga-Fußballer unterliegen Curslack-Neuengamme nach 1:0-Führung noch mit 1:3

,,Wie heißt dieser Sport?“, fragte sich ein Anhänger der Oberliga-Fußballer des VfL Pinneberg nach gut 80 Minuten lautstark. ,,Mit Fußball hat das doch wenig zu tun“, antwortete er wenig später selbst, als der Kreisstadtklub sich anschickte, seine 1:0-Führung und die Partie gegen den SV Curslack-Neuengamme zu verspielen. Endstand: 1:3.

Ganz so miserabel wie in den Augen des Zuschauers agierte der VfL Pinneberg nicht. Zumindest in der ersten Hälfte boten die VfL-Akteure eine anständige Leistung, die durch ein Elfmeter-Tor von Thorben Reibe belohnt wurde (20.). ,,Vor der Pause hatten wir alles im Griff“, konstatierte VfL-Trainer Michael Fischer. Obwohl der VfL nach der Führung nur noch eine etwas bessere Chance kreierte, die Verteidiger Kjell Ellerbrock aber vergab (39.), boten die Fischer-Schützlinge dem SVCN kaum Platz zum Kombinieren und verteidigten geschlossen gut.

Was in der zweiten Hälfte folgte, war allerdings über weite Strecken alles andere als sehenswert. Der VfL gab das Kommando aus der Hand und ließ die Deichkicker aus dem Osten Hamburgs gewähren. Drei Großchancen von Christian Degener (49.), Mike Beldzik (52.) und Marvin Schalitz (53.) waren das Resultat – VfL-Torsteher Norman Baese parierte zweimal glänzend. Fischer schwante zu diesem Zeitpunkt bereits Böses: „Der Einbruch war abzusehen, wir konnten kaum für Entlastung sorgen. Viele Spieler haben noch immer konditionelle Probleme, das macht sich auf diesem Niveau bemerkbar.“

Zwar hatte zunächst Thorben Reibe eine weitere Chance für die Pinneberger (64.), doch der Ausgleich durch die nun spielbestimmenden Gäste ließ nicht lange auf sich warten. Nach einer schönen Flanke von Kutay Keklikci köpfte Schalitz nach 66 Minuten ein. Kurz darauf hatte Tim Jeske eine Möglichkeit zur erneuten Pinneberger Führung, doch der SVCN-Torwart hielt. Henrik Boestens Lupfer landete wenig später auf dem Tornetz (77.).

Mit zunehmender Spieldauer ließen Kraft und Konzentration bei den Kreisstädtern weiter nach, was die Gäste auszunutzen wussten. Christoph Hammel brachte den Ball nach einer scharfen Hereingabe von Jan Landau auf das Tor, Degener hielt seinen Fuß hin – 2:1 (82.). Von einem Aufbäumen der Hausherren konnte keine Rede sein. Landau vollendete in der Nachspielzeit einen Konter zum finalen 3:1 für Curslack.

Bis zum kommenden Wochenende will Fischer vor allem am Fitnesszustand seiner Spieler arbeiten. Gepaart mit der spielerischen und kämpferischen Klasse des VfL sollen kritische Nachfragen ob der ausgeübten Sportart dann wieder der Vergangenheit angehören.

 

 

 

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